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MELDUNG/305: Amir Khan hält Antonio Margarito für übertrainiert (SB)



Brite räumt dem Mexikaner keine Chance gegen Pacquiao ein

Der britische WBA-Halbweltergewichtsweltmeister Amir Khan räumt dem Mexikaner Antonio Margarito in dessen heutigem Kampf gegen Manny Pacquiao keine Chance ein. Khan, der wie Pacquiao von Freddie Roach trainiert wird, hat mehrere Wochen auf den Philippinen verbracht. Beim Sparring mit Pacquiao konnte er sich von dessen bestechender Form überzeugen und so sagt er eine vorzeitige Entscheidung gegen Margarito voraus, im ungünstigsten Fall aber einen Sieg nach Punkten.

Wie Khan berichtet, habe er gemeinsam mit Freddie Roach Videoaufnahmen von Margaritos Vorbereitung studiert und dabei den Eindruck gewonnen, daß der Mexikaner übertrainiert sei. Er habe bereits vor vier Wochen so definiert und spritzig ausgesehen, als sei er auf dem Höhepunkt seiner Form angelangt. Sollte das zutreffen, wäre es von Nachteil für Margarito, da er diese Verfassung, die sich kaum konservieren läßt, viel zu früh erreicht hätte und sich demnach schon wieder auf dem absteigenden Ast seines Leistungsvermögens befände. Diese Einschätzung bestärkt Amir Khan in der Auffassung, daß der Mexikaner heute abend im Stadion der Dallas Cowboys an Manny Pacquiao scheitern wird. Der Brite bereitet sich ebenfalls auf einen bedeutenden Kampf vor: Er verteidigt seinen Titel am 11. Dezember in Las Vegas gegen den Argentinier Marcos Maidana, der bei der Hamburger Universum Box-Promotion unter Vertrag steht.


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Allan Greens Berater legt Einspruch ein

Nach der Niederlage Allan Greens im Kampf gegen den Jamaikaner Glen Johnson hat Greens Berater Greg Leon bei der Nevada State Athletic Commission (NSAC) Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt. Ringrichter Robert Byrd hatte den Schlag, der zum Abbruch in der achten Runde führte, als regelkonform eingestuft. Hingegen macht das Team des US-Amerikaners geltend, daß dieser am Hinterkopf getroffen worden sei. Nun hat die Kommission 60 Tage Zeit, eine Entscheidung in dieser Kontroverse zu fällen.

Leon wies darauf hin, daß es fraglos ein enger Kampf gewesen sei, in dem sein Boxer jedoch in Führung lag. Ihm komme es lediglich darauf an, daß über Sieg oder Niederlage gemäß den geltenden Regeln entschieden werde. Allan Green sei gegen Ende der dritten Runde und dann erneut in der achten am Hinterkopf getroffen worden. Daher hätte man ihm Zeit zum Erholen geben müssen. Sollte es zu der erhofften fairen Anhörung kommen, zweifle er nicht daran, daß die Entscheidung des Ringrichters aufgehoben wird.

Greens Anwalt Josh Dubin stieß ins selbe Horn und erklärte, daß die Studie der fraglichen Situation zweifelsfrei einen Treffer am Hinterkopf zeige, der zum Niederschlag und Kampfabbruch durch Ringrichter Robert Byrd führte. Regeln machten keinen Sinn, wenn man sie nicht zur Anwendung bringe. Jetzt gehe es darum, daß die Nevada State Athletic Commission ihre eigenen Regeln umsetzt, was sie sicherlich auch tun werde.

13. November 2010



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