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MELDUNG/314: Manny Pacquiaos Auftritte füllen die Kasse (SB)



Kampf gegen Antonio Margarito setzte 63,19 Millionen Dollar um

Der führende US-amerikanische Boxsender HBO hat inzwischen die Zahlen für den jüngst ausgetragenen Kampf zwischen Manny Pacquiao und Antonio Margarito veröffentlicht. Demnach fand die zum Preis von 54,95 Dollar angebotene Übertragung der Veranstaltung vom 13. November 1,15 Millionen Abnehmer, die einen Umsatz von insgesamt 63,19 Millionen Dollar generierten.

Dank dieses Resultats ist der Philippiner das dritte Jahr in Folge an Veranstaltungen beteiligt, die im Pay-per-view-Fernsehen mehr als eine Million Käufer verzeichnen konnten. Sein Duell mit Oscar de la Hoya sahen im Jahr 2008 1,25 Millionen Kunden, den Kampf gegen Miguel Cotto 2009 1,2 Millionen. Das beste Ergebnis dieses Jahres erzielten indessen Floyd Mayweather und Shane Mosley, deren Kräftemessen 1,4 Millionen Zuschauer verfolgten. Den Rekord hält bislang der Kampf zwischen Oscar de la Hoya und Floyd Mayweather im Jahr 2007, der von 2,15 Millionen Abnehmern gebucht wurde und damit 120 Millionen Dollar umsetzte.


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Felix Sturm zieht Auftritt in Abu Dhabi in Erwägung

Das Emirat Abu Dhabi am Persischen Golf macht seit einiger Zeit mit spektakulären Sportveranstaltungen von sich reden, so zuletzt mit dem abschließenden Saisonrennen der Formel 1. Dem Vernehmen nach liegt nun Felix Sturm eine Einladung von Kronprinz Bin Zayed Al Nahyan vor, im 42.000 Zuschauer fassenden Al-Jazira-Stadion eine Kostprobe seines Könnens zu geben. Der von den Gastgebern angestrebte Termin am 5. Februar 2011 ist jedoch zu kurzfristig für den Leverkusener.

Der Superchampion der WBA im Mittelgewicht will seinen Titel zunächst am 19. Februar in Stuttgart verteidigen. Als mögliche Gegner sind Ricardo Mayorga aus Nicaragua, der US-Amerikaner Peter Manfredo, der Mexikaner Julio Cesar Chavez jr. und Ronald Hearns, der Sohn des früheren Weltmeisters Thomas Hearns, im Gespräch. Nicht ausschließen will Sturm auch eine Revanche gegen Sebastian Sylvester für dessen Niederlage am 1. November 2008. Da der Greifswalder Champion der IBF im Mittelgewicht ist, käme es dabei zu einer Vereinigung zweier Titel. Auch einem Duell mit Arthur Abraham, der inzwischen allerdings im Supermittelgewicht antritt, wäre der Leverkusener eigenen Angaben zufolge nicht abgeneigt.


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Froch heizt Stimmung vor Kampf gegen Abraham an

Im Rahmen des Super-Six-Turniers messen am Samstag Arthur Abraham und Carl Froch ihre Kräfte, wobei auch der vakante Titel des WBC im Supermittelgewicht auf dem Spiel steht. Der Brite bemüht sich im Vorfeld ihres Duells nach Kräften, mit markigen Sprüchen Schlagzeilen zu machen und seinen Gegner zu provozieren. Welcher Anteil seiner Äußerungen schlichtweg der Werbung für die Veranstaltung geschuldet ist, weiß man natürlich nicht, doch zählt die Inszenierung angeblicher Animositäten oder gar regelrechter Fehden auch im Boxsport zu den probaten Mitteln der Vermarktung.

Nachdem der 33jährige zuvor angekündigt hatte, er werde Abraham "die Rippen brechen" und "Bomben auf ihn abfeuern", imitierte er beim offiziellen Pressetraining seinen Kontrahenten, indem er dessen bekannte Doppeldeckung demonstrierte. Er glaube nicht, daß der Deutsche diesmal anders boxen werde, da er schließlich gar nichts anderes könne, stichelte Froch. Dann legte er mit den Worten nach, Abraham habe wohl noch Schrauben in seinem Kiefer, den er ihm womöglich noch einmal brechen werde. Vielleicht erwische er ihn frühzeitig und mache dem Spuk ganz schnell ein Ende. Andernfalls werde er eben nach Punkten gewinnen, so der Brite.

Abraham machte in seiner Reaktion auf die neuerliche Provokation keinen Hehl daraus, daß ihm dieser Gegner inzwischen kräftig auf die Nerven gehe. Froch habe seinen Promoter, sein Team und auch ihn selbst immer wieder beleidigt, wofür er ihn am Samstag bestrafen wolle. Er könne allen Zuschauern einen heißen Tanz versprechen und werde den Briten zum Schweigen bringen.

Ausgetragen wird der Kampf in der finnischen Hauptstadt Helsinki, auf die sich die beiden Lager nach einer längeren Kontroverse schließlich geeinigt hatten. Dort liegen etwa 30 Zentimeter Neuschnee und das Thermometer steht schon tief im Minusbereich.

24. November 2010



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