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MELDUNG/316: Weltmeisterin Christy Martin nach Mordversuch schwer verletzt (SB)



42jährige US-Amerikanerin erlitt Schußwunde und Stichverletzungen

Die 42 Jahre alte US-Amerikanerin Christy Martin ist mit einer Schußwunde und Messerstichen im Oberkörper sowie im linken Bein in das Florida Hospital North in Orlando eingeliefert worden. Als Täter wurde ihr 66jähriger Ehemann und früherer Trainer Jim Martin ermittelt, nach dem landesweit gefahndet wird.

Am 2. September 2009 hatte sich Christy Martin in ihrem bislang letzten Kampf durch einen Punktsieg über zehn Runden gegen Dakota Stone den vakanten WBC-Titel im Superweltergewicht gesichert. Im Laufe ihrer Karriere hat sie 49 Kämpfe gewonnen, fünf verloren sowie drei unentschieden beendet.

Ihre Laufbahn begonnen hatte Martin im September 1989. Unter der Regie Promoter Don Kings, der sie im Rahmenprogramm von Mike Tysons Titelkämpfen präsentierte, stieg sie zu einer der populärsten Boxerinnen der USA auf. Sie stand unter anderem mit Laila Ali im Ring, der sie im August 2003 durch K.o. in der vierten Runde unterlag. Zur Volkstümlichkeit der "Tochter eines Grubenarbeiters" trug das gleichnamige Lied der Country-Musikerin Loretta Lynn bei, das sie als Einmarschmusik verwendet.


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Chisora fehlen geeignete Sparringspartner

Vor seinem Kampf gegen Wladimir Klitschko, der am 11. Dezember in Mannheim die Titel der Verbände WBO, IBF und IBO gegen ihn verteidigt, sucht Dereck Chisora händeringend nach geeigneten Sparringspartnern. Der Herausforderer bereitet sich in seiner britischen Heimat auf den Auftritt vor, verfügt aber nicht über Partner, die so groß wie der Ukrainer und zugleich agil genug sind, um dessen Kampfesweise halbwegs zu simulieren.

Gegenüber dem Sender Sky Sports hat Chisora bestätigt, das es ihm an Sparringspartnern fehlt. Obgleich er bereit sei, ihnen gutes Geld zu bezahlen, wollten sie nicht zu ihm kommen und hielten statt dessen Ausreden vor.


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Denis Lebedew erhält ungewöhnliche Schützenhilfe

Bei der Vorbereitung auf die Herausforderung Marco Hucks am 18. Dezember ist der Russe Denis Lebedew in die letzte Trainingsphase eingetreten. Der in 21 Profikämpfen ungeschlagene Ranglistenerste der WBO kann in seiner Heimatstadt Stary Oskol auf ungewöhnliche Unterstützung zurückgreifen. So sollen ihn die Brüder Fedor und Alexander Emilianenko, die sich in den Mixed Martial Arts einen Namen gemacht haben, auf die Kampfesweise des Weltmeisters aus dem Berliner Sauerland-Boxstall einstimmen.

Laut Lebedews Manager Wladimir Hrijunow wird sein Schützling in Kürze beim Sparring mit den Brüdern Emilianenko zusammenarbeiten, die gute Freunde von ihm seien. Diese Erfahrung könne sich als sehr wertvoll erweisen, da man auf alle "schmutzigen Tricks" Marco Hucks vorbereitet sein wolle. Derzeit arbeite Denis unter Anleitung der weltbesten Kampfsportler an seinen Fähigkeiten, und in den nächsten Wochen würden einige bekannte ausländische Kämpfer in Stary Oskol eintreffen, um bei der Vorbereitung zu helfen.

26. November 2010



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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