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MELDUNG/344: Langersehnte Titelchance für Enad Licina (SB)



Am 22. Januar in Neubrandenburg gegen Steve Cunningham

Am 22. Januar eröffnet Sauerland Event das neue Boxjahr mit dem nächsten Auftritt Sebastian Sylvesters. Der IBF-Weltmeister im Mittelgewicht verteidigt im Neubrandenburger Jahnsportforum seinen Titel gegen den Franzosen Mehdi Bouadla. Der 30 Jahre alte Greifswalder gastiert bereits zum sechsten Mal an diesem Veranstaltungsort, an dem er sich im September 2009 durch einen Sieg über Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik den Gürtel gesichert hatte. Von Karsten Röwer trainiert hat der Champion bislang 34 Profikämpfe gewonnen, drei verloren und einen unentschieden beendet. Der 28jährige Mehdi Bouadla wird in der IBF-Rangliste auf Platz 14 notiert und hat 21 seiner 24 Profikämpfe erfolgreich über die Bühne gebracht.

Den zweiten Hauptkampf des Abends im Jahnsportforum bestreitet Enad Licina im Cruisergewicht, der nach dem gewonnenen Ausscheidungskampf gegen Felix Cora nun die langersehnte Chance bekommt, einen Weltmeister herauszufordern. Sein Gegner ist IBF-Champion Steve Cunningham, der ebenfalls bei Sauerland unter Vertrag steht. Der US-Amerikaner freut sich eigenen Angaben zufolge auf die Rückkehr in den Ring. Wie er angekündigt hat, werde er hart dafür arbeiten, seinen Titel mit einem Sieg erfolgreich zu verteidigen. Die Welt habe seines Erachtens nach wie vor nicht die beste Seite von Steve Cunningham gesehen. Er rechne mit einem harten Kampf gegen Licina, der zweifellos gut vorbereitet antreten werde.

Wenngleich als Außenseiter gehandelt, rechnet sich der Herausforderer gegen seinen Teamkollegen durchaus gute Chancen aus. Kein Weltmeister sei unschlagbar, und obgleich Steve Cunningham ein starker Gegner sei, hab er doch einige Schwächen bei ihm ausgemacht, die er auszunutzen gedenke, so Licina.


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Aufbaukampf Abrahams Ende Februar im Gespräch

Am 26. Februar veranstaltet Sauerland Event eine Boxgala in Bamberg, bei der Robert Helenius im Schwergewicht und der Cruisergewichtler Alexander Frenkel in den Ring steigen werden. Zu diesen beiden Akteuren, in die man bei Sauerland große Hoffnungen setzt, könnte sich auch Arthur Abraham gesellen. Nach seinen Niederlagen gegen Andre Dirrell in den USA und den Briten Carl Froch in Helsinki trägt man sich mit dem Gedanken an einen zwischenzeitlichen Aufbaukampf, bevor es im Halbfinale des Super-Six-Turniers gegen Andre Ward um die Vorentscheidung geht.

Wie der frühere IBF-Weltmeister aus Berlin nach seinem Karriereknick im Supermittelgewicht berichtet, stünden Kampftermin und möglicher Gegner noch nicht fest. Da er keine andere Wahl habe, als sich mit einem beeindruckenden Sieg im Titelrennen zurückzumelden, werde er wohl einen Aufbaukampf bestreiten. In der Vergangenheit pflegte Abraham die frühen Runden abzugeben, um nach einem zurückhaltenden Beginn früher oder später über seinen Gegner herzufallen und einen entscheidenden Treffer zu landen. Im hochkarätig besetzten Supermittelgewicht reicht diese limitierte Kampfesweise jedoch offensichtlich nicht aus, um mit den weltbesten Kontrahenten mitzuhalten.

Will er gegen den technisch brillanten und taktisch versierten früheren Olympiasieger Andre Ward mithalten, der seit 1998 als Amateur und Profi nicht mehr verloren hat, muß Abraham sowohl boxerisch, als auch in der grundlegenden Einstellung zu seiner Profession eine tiefgreifende Neuausrichtung vornehmen. Ein Aufbaukampf mit einem anspruchsvollen Gegner könnte zugleich Praxistest und Generalprobe vor dem wegweisenden Duell mit dem Kalifornier sein.

27. Dezember 2010



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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