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MELDUNG/369: Mikkel Kessler plant seine Rückkehr in den Ring (SB)



Herausforderung des Turniersiegers im Visier

Der dänische Supermittelgewichtler Mikkel Kessler aus dem Berliner Sauerland-Boxstall mußte wegen einer Augenverletzung eine lange Zwangspause einlegen. Er hatte nach dem Sieg über den Briten Carl Froch in der Vorrunde des Super-Six-Turniers über Augenprobleme geklagt, die ihm schon geraume Zeit zu schaffen machten. Auf dringenden ärztlichen Rat stieg er aus dem Turnier aus und enthielt sich bis zur Genesung aller kontraproduktiven sportlichen Betätigung.

Aufgrund seines Rückzugs mußte er den Titel des WBC niederlegen, doch räumte ihm der Verband den Status eines "Weltmeisters im Ruhestand" ein. Wie seinerzeit Vitali Klitschko kann er unmittelbar nach seiner Rückkehr um den Titel kämpfen, den er vor der Pause abgegeben hatte. Inzwischen scheint Kessler das gesundheitliche Problem überstanden zu haben, denn er plant nach einjähriger Abwesenheit seine Rückkehr in den Ring.

Wie er bekanntgab, werde er im März mit dem Sparring beginnen und im Mai oder Juni einen Kampf bestreiten. Sobald das Super-Six-Turnier beendet ist, werde er dessen Sieger herausfordern und sich die Titel der Verbände WBA und WBC zurückholen. Einen Strich durch die Rechnung machen könnte ihm jedoch IBF-Weltmeister Lucian Bute, dem der US-Sender Showtime seinerseits versprochen hat, er dürfe gegen den Turniersieger antreten.


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Manny Pacquiao bleibt dem Boxsport noch länger erhalten

Am 7. Mai steigt Manny Pacquiao in Las Vegas mit Shane Mosley in den Ring. Wer bei den Buchmachern auf einen Sieg des US-Amerikaners setzt, kann von einer phantastischen Quote träumen. Einstreichen wird er den Gewinn aber nicht, da es schon mit dem Teufel zugehen müßte, wenn der Philippiner ausgerechnet in diesem Kampf unterliegt. Im September oder Oktober soll dann der nächste Auftritt Pacquiaos folgen, der zwischenzeitlich in seiner Heimat als Kongreßabgeordneter alle Hände voll zu tun hat.

Wie Promoter Bob Arum versichert, werde der Philippiner dem Boxsport noch bis 2013 erhalten bleiben und in diesem Zeitraum insgesamt sechs Kämpfe bestreiten. Manny habe ihm das bei seinem Geburtstag auf den Philippinen zugesagt, teilte Arum mit. Die obligatorische Frage, ob sich unter den Gegnern auch Floyd Mayweather jun. einfinden wird, kann der Chef von Top Rank natürlich nicht beantworten. Er habe in letzter Zeit des öfteren versucht, Mayweather zu erreichen, der sich jedoch nie bei ihm gemeldet habe, so Arum: "Kann mir irgend jemand sagen, wo er ist oder wie ich ihn finden kann?"


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Saul Alvarez gegen Matthew Hatton?

Der Weltergewichtler Saul Alvarez hat 35 Profikämpfe gewonnen und einen unentschieden beendet. Er gehört zu den talentiertesten Boxern, die bei den Golden Boy Promotions unter Vertrag stehen, wo man ihn offenbar bereits als den nächsten Oscar de la Hoya sieht. Als kommenden Gegner hat man sich für den 5. März in Los Angeles den Briten Matthew Hatton ausgesucht, Bruder des berühmten Ricky Hatton, der sich nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Promoter versucht.

Golden Boy-Geschäftsführer Richard Schaefer hat bereits signalisiert, daß die Verträge für den Kampf gegen den Europameister in Kürze unterzeichnet würden. Wie Ricky Hatton berichtet, habe sein Bruder ohne jedes Zögern eingewilligt. Da es sich um einen US-amerikanischen Gegner handelt, werde der europäische Titel wohl nicht auf dem Spiel stehen. Alvarez sei stark, doch glaube Matthew nach ausgiebigen Videostudien, daß er ihn besiegen kann. Zu verlieren habe sein Bruder bei diesem Duell nichts, er könne im Grunde nur gestärkt daraus hervorgehen. Matthew Hatton hat 41 Siege, vier Niederlagen und zwei Unentschieden vorzuweisen.

21. Januar 2011



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