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MELDUNG/384: Sauerland präsentiert in Mülheim ein reichhaltiges Programm (SB)



Zwei Titelkämpfe sowie weitere attraktive Auftritte

Am 12. Februar präsentiert Sauerland Event in Mülheim an der Ruhr zwei Kämpfe um die Weltmeisterschaft sowie ein attraktives Vorprogramm. In einem der beiden Hauptkämpfe des Abends fordert der Kubaner Yoan Pablo Hernandez den amtierenden WBA-Champion im Cruisergewicht, Steve Herelius aus Frankreich, heraus. Trainer Ulli Wegner bescheinigt seinem Schützling ausgezeichnete Leistungen in der Vorbereitung. Nun komme es darauf an, die im Sparring gezeigte Frische und Sicherheit gegen den Titelverteidiger umzusetzen.

Ebenfalls im Cruisergewicht tritt Steve Cunningham aus den USA an, der den Gürtel der IBF gegen Pflichtherausforderer Enad Licina verteidigt. Da beide Akteure bei Sauerland unter Vertrag stehen, bleibt der Titel dem Berliner Boxstall auf jeden Fall erhalten, wobei der US-Amerikaner als Favorit gilt. Das deutsche Publikum machte erstmals Bekanntschaft mit Cunningham, als dieser 2007 in Bielefeld Marco Huck die bislang einzige Niederlage beibrachte. Der Amerikaner wurde 2008 von dem Polen Tomasz Adamek als Weltmeister entthront, der inzwischen im Schwergewicht Furore macht. Cunningham holte sich im Juni 2010 in Neubrandenburg durch einen Sieg über den Kanadier Troy Ross den Gürtel zurück. Der 34jährige Champion hat 23 Kämpfe gewonnen und zwei verloren.

Der drei Jahre jüngere Enad Licina hat 19 Siege und ebenfalls zwei Niederlagen vorzuweisen. Er trainiert in Berlin bei Karsten Röwer und ist eigenen Angaben zufolge in guter Form und sehr zuversichtlich. Im November hatte sich Licina in Manchester durch einen einstimmigen Punktsieg gegen Felix Cora jun. aus den USA das Vorrecht gesichert, den Titelträger der IBF herauszufordern. Er weiß um die Qualitäten Cunninghams, der schon eine Reihe namhafter Gegner besiegt hat, und nimmt sich vor, dem Favoriten mit beständigem Druck das Leben schwer zu machen. Bei seinen letzten Auftritten hat Licina mentale Stärke bewiesen und mit kämpferischem Einsatz die Entscheidung zu seinen Gunsten herbeigeführt. Niemand sei unschlagbar, und das gelte auch für Cunningham.

Mit von der Partie ist in Mülheim auch Arthur Abraham, der gegen den Kroaten Stjepan Bozic einen Aufbaukampf für das Halbfinale des Super-Six-Turniers absolviert, in dem er auf den ungeschlagenen Kalifornier Andre Ward trifft. Für den Berliner geht es nach zwei Niederlagen im Supermittelgewicht darum, sich zu rehabilitieren. Wie Ulli Wegner berichtet, habe sich Abraham mit Hingabe vorbereitet, da er seine Fans nicht enttäuschen und eine gute Leistung zeigen wolle.

Im Mittelgewicht möchte der ungeschlagene Dominik Britsch auch seinen 21. Profikampf erfolgreich über die Bühne bringen. Der 23jährige Neckarsulmer trifft auf den Nordiren Joe Rea, der von dem früheren WBU-Champion Eamonn Magee trainiert wird. Angesichts einer Bilanz von sieben Siegen, einer Niederlage, einem Unentschieden und einem Kampf ohne Wertung sollte dieser Gegner eine lösbare Aufgabe sein. Der Juniorenweltmeister hat seinen Bänderriß im linken Mittelfinger auskuriert, der ihn zu einer längeren Pause zwang. In diesem Jahr will er das Vertrauen, das Wilfried Sauerland und Ulli Wegner in ihn setzen, mit weiteren Siegen rechtfertigen.

Schwergewichtler Francesco Pianeta steigt in Mülheim als Lokalmatador in den Ring, da er als Kind zwei Jahre in der Stadt gelebt hat und später in Gelsenkirchen aufgewachsen ist. Der 26jährige hat 21 Kämpfe gewonnen und einen unentschieden beendet. Nach einer krankheitsbedingten Unterbrechung seiner Laufbahn kehrte er im Dezember mit einem Sieg in der ersten Runde erfolgreich in den Ring zurück. Nun tritt er gegen den 34 Jahre alten Serben Samir Kurtagic an, der in Österreich lebt und neun von zehn Profikämpfen für sich entschieden hat.

Neu im Berliner Sauerland-Team ist Eduard Gutknecht, der von Ulli Wegner betreut einen Kampf im Halbschwergewicht bestreitet. Der 28 Jahre alte Gifhorner stand früher bei Universum unter Vertrag und war zeitweise Titelaspirant im Supermittelgewicht. Er hat 19 Profikämpfe gewonnen und einen verloren, was ihn als Favoriten im Duell mit dem Ukrainer Olexander Tscherviak ausweist, für den neun Erfolge aus zehn Auftritten zu Buche stehen. Wegner attestiert seinem neuen Schützling eine gute Aufnahme der Trainingsinhalte und vielversprechende Ansätze beim Sparring. Er müsse seinen Stil jedoch noch konsequenter umsetzen.

9. Februar 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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