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MELDUNG/395: Nonito Donaire demontiert Mexikaner Fernando Montiel (SB)



Philippiner neuer WBC/WBO-Champion im Bantamgewicht

Nonito Donaire von den Philippinen hat seinen Ruf unterstrichen, er werde in absehbarer Zeit die Nachfolge seines legendären Landsmanns Manny Pacquiao antreten. Dieser wird seit einigen Jahren als bester Boxer aller Gewichtsklassen gehandelt und wurde Weltmeister in nicht weniger als acht verschiedenen Limits. Donaire ist soeben Champion in der dritten Gewichtsklasse geworden, sofern man den Interimstitel im Superfliegengewicht mitzählt, und dürfte nach seinem jüngsten Erfolg mindestens auf den dritten Rang der inoffiziellen Weltbestenliste hochgestuft werden.

Beim Kampf des Philippiners gegen Fernando Montiel in Las Vegas hatte man ein erbittertes Kräftemessen zweier nahezu gleichwertiger Boxer über eine längere Distanz erwartet. Der Mexikaner war Weltmeister der Verbände WBC und WBO im Bantamgewicht, mithin also der führende Akteur dieses Limits. Der 28jährige Donaire deutete in der ersten Runde seine Gefährlichkeit mit schnellen Einzeltreffern an, die der erfahrene Titelverteidiger jedoch wegstecken konnte. Als Montiel im zweiten Durchgang besser in den Kampf zu kommen schien, schickte ihn ein als linker Haken geschlagener Konter schwer zu Boden. Mühsam kam er noch einmal auf die Beine, doch nur um weitere Treffer des Philippiners einzustecken, worauf der Ringrichter einschritt und dem Kampf ein Ende machte.

Durch diesen spektakulären Sieg in der zweiten Runde verbesserte Nonito Donaire seine Bilanz auf 26 gewonnene Auftritte und einen verlorenen Kampf. Für Fernando Montiel stehen nun 44 Siege, drei Niederlagen und zwei Unentschieden zu Buche. Im anschließenden Interview nach seinen sportlichen Zukunftsplänen gefragt, erwiderte der Philippiner, er wolle unbestrittener Champion in diesem Limit werden. Sollte das aber nicht möglich sein, sei er bereit, ins Superbantam- oder Federgewicht aufzusteigen.


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Jan Zaveck bleibt IBF-Champion im Weltergewicht

Vor 11.000 Zuschauern in der Sportpark Arena von Ljubljana hat Jan Zaveck den IBF-Titel im Weltergewicht erfolgreich gegen Paul Delgado aus den USA verteidigt. Der 34 Jahre alte Slowene gewann durch technischen K.o. in der fünften Runde und hat nun 31 Siege bei nur einer Niederlage auf dem Konto. Für den US-Amerikaner stehen 25 gewonnene, zehn verlorene sowie ein unentschieden beendeter Auftritt zu Buche.

Der Lokalmatador drängte mit euphorischer Unterstützung des Publikums auf eine frühe Entscheidung gegen den ungefährlich wirkenden Herausforderer, der bereits in der zweiten Runde zweimal zu Boden gehen mußte. Delgado kam zwar in den folgenden beiden Durchgängen etwas besser zur Geltung, mußte sich aber in der fünften Runde endgültig geschlagen geben. Zaveck stellte den US-Amerikaner in den Seilen und setzte ihm mit einer Trefferserie zu, bis Delgado auf die Knie sank und seine Aufgabe signalisierte. Nach diesem souveränen Erfolg plant Jan Zaveck, in den USA Kämpfe gegen prominente Kontrahenten zu bestreiten.


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Tyson Fury weiter ungeschlagen

Mit einer Größe von 2,06 m und einem Gewicht von 118 kg ist Tyson Fury auch im Schwergewicht eine imposante Erscheinung. Er machte seinem Ruf als britische Hoffnung in der Königsklasse insofern Ehre, als er mit dem Brasilianer Marcelo Luiz Nascimento einen Gegner besiegte, der immerhin an Nummer vierzehn der WBA-Rangliste notiert wurde. Während Fury auch seinen vierzehnten Profikampf gewann, mußte sein brasilianischer Kontrahent nach dreizehn Siegen die erste Niederlage hinnehmen.

Der Auftakt verlief spektakulär, da Nascimento Mitte der ersten Runde einen Volltreffer landete, worauf ihn Fury mit einem Konter zu Boden schickte. In der Folge flachte der Kampf jedoch zu einer unansehnlichen Darbietung ab, da der Brasilianer rasch ermüdete. Nach einem von Klammern und Schieben geprägten vierten Durchgang fand der Brite in der fünften Runde wieder die erforderliche Distanz und fällte Nascimento mit einem rechten Haken, worauf der Südamerikaner ausgezählt wurde.

22. Februar 2011



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