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MELDUNG/420: Europameister Dimitrenko holt Duell mit Sosnowski nach (SB)



Titelverteidigung gegen den Polen im Hamburger Universum-Gym

Am 26. März verteidigt Europameister Alexander Dimitrenko im Hamburger Universum-Gym seinen Titel im Schwergewicht gegen den Polen Albert Sosnowski. Damit holen die beiden ihr Kräftemessen nach, das ursprünglich schon am 4. Dezember in Schwerin über die Bühne gehen sollte. Damals litt der 28 Jahre alte Titelverteidiger jedoch an einer Magenverstimmung und kollabierte kurz vor dem Kampf in der Kabine.

Der 32jährige Albert Sosnowski war vor einem Jahr selbst Europameister und legte diesen Titel nieder, als sich ihm die Gelegenheit bot, WBC-Weltmeister Vitali Klitschko im Mai 2010 herauszufordern. Im Gelsenkirchener Fußballstadion des FC Schalke 04 mußte sich der Pole durch technischen K.o. in der zehnten Runde geschlagen geben. Den vakanten Titel des Europameisters sicherte sich Alexander Dimitrenko im Juli 2010 durch einen Sieg gegen den Ukrainer Jaroslaw Zavorotny, der durch technischen K.o. in Runde fünf unterlag.

Seit dem 11. November 2010 ist Dimitrenko deutscher Staatsbürger. Der von Michael Timm trainierte Europameister verteidigt erstmals seinen Titel, den sich Albert Sosnowski wiederholen möchte. Während der Lokalmatador 30 Kämpfe gewonnen und einen verloren hat, stehen für den Herausforderer 46 Siege, drei Niederlagen sowie ein Unentschieden zu Buche.

Während Dimitrenko und Sosnowski noch eine Woche bleibt, um sich auf ihr Duell vorzubereiten, wird es für Vitali Klitschko und Odlanier Solis ernst. Nach Einschätzung des Polen ist der Kubaner angesichts seiner außergewöhnlichen Verdienste als Amateur und guten Leistungen im Profilager einer der gefährlichsten Herausforderer Klitschkos seit geraumer Zeit. Sollte er sein Gewicht reduziert haben und beweglicher geworden sein, könnte er den Ukrainer vor Probleme stellen. Andererseits verpasse der Weltmeister seinen Gegnern Schläge, die deren Pläne gründlich ruinierten. Gelinge es Solis nicht, frühzeitig einen schweren Treffer zu landen, werde ihn Vitali in seine Einzelteile zerlegen.

Ähnlich äußerte sich auch WBA-Weltmeister David Haye, der das Kölner Duell mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgen wird. Er hofft im Falle eines Sieges gegen Wladimir Klitschko anschließend im Herbst gegen Vitali antreten zu können. Seines Erachtens hängt alles von dem Kubaner ab, da Vitali genau das machen werde, was er bereits seine ganze Karriere über getan hat. Der Ukrainer werde in Bestform antreten und seinen Größen- und Reichweitenvorteil konsequent ausnutzen. Da er überdies ein gutes Kinn habe, könne man "nicht einfach reingehen und ihn umblasen". Um gegen Vitali Klitschko erfolgreich zu sein, benötige man den richtigen Schlachtplan: "Solis könnte, abgesehen von mir, aber derjenige sein, der es zustande bringt."

Ein Solis, der 118 kg wiegt, habe gegen Klitschko keine Chance, ein Solis mit 102 kg hingegen schon, meint der Brite. Er selbst habe als Amateur gegen Solis geboxt, als dieser noch 91 kg wog. Inzwischen bringe der Kubaner jedoch 115 oder 120 kg auf die Waage, weswegen er seine früheren Fähigkeiten zum Teil eingebüßt habe. Während David Haye einerseits auf einen Odlanier Solis in Hochform hofft, der einen spannenden Kampf garantieren würde, setzt der Brite andererseits auf einen Sieg Vitali Klitschkos, dem er den vierten Gürtel im Schwergewicht abnehmen möchte, um dann seine Karriere auf dem Höhepunkt zu beenden.

18. März 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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