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MELDUNG/435: Rola El-Halabi von ihrem Stiefvater angeschossen (SB)



26jährige überlebt Angriff in der Kabine schwerverletzt

Beim Kampfabend im digibet Pferdesportpark Berlin-Karlshorst wurde die ehemalige WIBF- und WIBA-Weltmeisterin Rola El-Halabi aus Ulm vor ihrem Titelkampf im Leichtgewicht gegen Irma Balijagic Adler in der Umkleidekabine von ihrem Stiefvater angeschossen. Der 44jährige war noch bis Januar ihr Manager, dann hatte sie sich von ihm getrennt. Auch zwei Sicherheitsleute wurden verletzt. Der Täter wurde noch in der Sporthalle festgenommen, gegen ihn erging Haftbefehl.

Die 26 Jahre alte Ulmerin ist inzwischen erneut operiert worden. Wie es hieß, gehe es ihr den Umständen entsprechend gut. Nach den Worten von Malte Müller-Michaelis vom Veranstalter Arena Sports-Promotion handelte es sich um gezielte Schüsse, die wohl darauf ausgelegt waren, die Karriere der Boxerin zu beenden.

Wie Promoterin Eva Rolle sagte, seien ihre Gedanken und Gebete bei Rola. "Ich hoffe, daß sie sich von diesem Mordanschlag wieder erholt und bald wieder in den Ring zurückkehrt." Unglücklicherweise habe der tragische Vorfall die tollen Leistungen in den anderen Kämpfen überschattet. Man habe ausgezeichnetes Boxen gesehen, bis die Nacht auf so brutale Weise ihr Ende fand.

Zuvor hatte sich Schwergewichtler Michael Wallisch in einem spannenden Kampf gegen Yakup Saglam die Internationale Deutsche Meisterschaft gesichert. Die Berlinerin Jennifer Retzke besiegte Eva Halasi nach Punkten und gewann damit den vakanten IBF-Titel im Halbmittelgewicht. Lokalmatador Varol Vekiloglu feierte einen vorzeitigen Sieg gegen Mohammed Rasuli.

Weiterhin ungeschlagen blieb WBC-Silberchampion Selcuk Aydin, der seinen weißrussischen Gegner Dzmitri Lubachkin bereits in der ersten Runde geschlagen in die Kabine schickte. Während Aydin nun 21 Siege vorzuweisen hat, mußte sein Gegner nach 18 Erfolgen die erste Niederlage hinnehmen. Jetzt hofft Selcuk Aydin, daß es so schnell wie möglich zum Kampf gegen WBC-Weltmeister Andre Berto kommt.

Der frühere Cruisergewichtsweltmeister Firat Arslan tritt mittlerweile in Eigenregie an. Mit dem Tschechen Michal Bilak hatte er leichtes Spiel und gewann in der dritten Runde. Für den 41 Jahre alten Arslan stehen nunmehr 30 Siege, fünf Niederlagen sowie ein Unentschieden zu Buche.

Im Schwergewicht mußte Erkan Teper gegen den routinierten US-Amerikaner Robert Hawkins über die volle Distanz von sechs Runden gehen, um am Ende einen Punktsieg einzufahren. Hawkins, der mit einer Reihe namhafter Gegner im Ring gestanden hat, überstand Niederschläge in der zweiten und vierten Runde, da es Teper versäumte, entscheidend nachzusetzen. Dieser hat in seiner noch jungen Profilaufbahn alle fünf Kämpfe für sich entschieden.

Im Kampf um die Europameisterschaft nach Version der WBO setzte sich der tschechische Schwergewichtler Ondrej Pala nach klarer Überlegenheit durch Abbruch in der siebten Runde gegen den Ukrainer Olexij Mazikin durch und verbesserte seine Bilanz auf 29 Siege und zwei Niederlagen.

3. April 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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