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MELDUNG/441: Klitschko erteilt Revanche gegen Solis eine Absage (SB)



WBC-Champion plant offenbar nächste Titelverteidigung im Juni

Odlanier Solis, der nach seiner schweren Knieverletzung im Kampf gegen Vitali Klitschko am 19. März nun ein zweites Mal operiert werden muß, hatte den Ukrainer vom Krankenhausbett aus zu einer Revanche herausgefordert. Diese hat der WBC-Weltmeister im Schwergewicht jedoch auf absehbare Zeit ausgeschlossen. Der Kubaner solle erst einmal richtig gesund werden, so Klitschko: "Solis ist Vergangenheit, meine Karriere geht weiter." Ein Kampf des älteren Klitschko gegen den Polen Tomasz Adamek im Herbst ist zwar beschlossene Sache, doch schließt der 39jährige Champion offenbar eine freiwillige Titelverteidigung im Juni nicht aus, bei der Gerüchten zufolge Exweltmeister Sergei Liachowitsch sein Gegner sein könnte.

Unterdessen zeigt sich Manager Bernd Bönte zuversichtlich, daß das Duell der Weltmeister Wladimir Klitschko (WBO, IBF, IBO) und David Haye (WBA) von HBO in den USA übertragen wird. Dort war der Ukrainer zuletzt 2008 mit dem Kampf gegen Hasim Rahman beim führenden Pay-TV-Sender zu sehen. Wie Bönte berichtet, habe er vor wenigen Tagen Gespräche mit HBO, Showtime und Epix geführt. Sein Gefühl sage ihm, daß man wieder mit HBO im Geschäft sei. Ob der Kampf am 25. Juni oder 2. Juli stattfindet, hänge von den Verhandlungen mit den in Frage kommenden Stadionbetreibern ab.


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Tomasz Adamek klarer Favorit gegen Kevin McBride

Der polnische Schwergewichtler Tomasz Adamek trifft heute Abend in einem Aufbaukampf in New Jersey auf den Iren Kevin McBride. Adamek steigt im Prudential Center als klarer Favorit in den Ring und wird alles daransetzen, sich nicht durch eine überraschende Niederlage den Weg zum vereinbarten Kampf um den WBC-Titel mit Vitali Klitschko im September zu verbauen. Wie der Pole auf der abschließenden Pressekonferenz berichtete, habe er sich mit seinem Trainer Roger Bloodworth bestens vorbereitet. Er habe seinen Stil verändert und boxe jetzt viel beweglicher als früher, was man insbesondere im Kontrast zu seinem ersten Schwergewichtskampf deutlich erkennen könne. "Vor einigen Jahren haben wir darüber gesprochen, daß ich eines Tages um die Schwergewichtsweltmeisterschaft kämpfen werde. Jetzt sind wir schon ziemlich nahe dran." Zuvor müsse er jedoch noch eine große Herausforderung bestehen, und die sei Kevin im wahrsten Sinne des Wortes, sagte Adamek unter Anspielung auf die imposante Statur seines Kontrahenten.

Roger Bloodworth hob hervor, daß man McBride keinesfalls unterschätzen werde: "Wer einen zwei Meter großen 120-Kilo-Mann unterschätzt, gehört hypnotisiert." Man habe in der Vorbereitung an vielen Dingen gearbeitet und werde die Verbesserungen im Ring bestätigt finden.

Der Außenseiter Kevin McBride erinnerte notgedrungen an seinen denkwürdigen Sieg gegen Mike Tyson, den ihm damals niemand zugetraut habe. Diesmal werde er die Sensation nicht ankündigen, aber dennoch die Welt und die polnischen Fans durch einen Sieg gegen Adamek überraschen. Er habe gar nicht gewußt, wer Tomasz Adamek ist, bevor ihm sein Manager den Kampf angeboten habe. Inzwischen habe er den Polen studiert und wisse, daß dieser ein erstklassige Boxer ist. Dessen ungeachtet habe er das vorzeitige Ende selbst in den Fäusten, machte sich der Ire Mut.

9. April 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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