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MELDUNG/452: Wegweisender Auftritt Abrahams gegen Andre Ward (SB)



Karriereknick oder Rückkehr an die Weltspitze

Für Arthur Abraham steht am 14. Mai sehr viel auf dem Spiel. Der Supermittelgewichtler aus dem Sauerland-Boxstall will sich nach den beiden Niederlagen im Super-Six-Turnier gegen Andre Dirrell und Carl Froch rehabilitieren. Im Februar hatte der von Ulli Wegner trainierte Berliner einen zwischenzeitlich eingeschobenen Aufbaukampf gegen den Kroaten Stjepan Bozic gewonnen, der allerdings bereits in der zweiten Runde wegen einer Handverletzung aufgeben mußte. Abraham blieb daher kaum Gelegenheit, die von Wegner geforderte engagiertere Kampfesweise an den Tag zu legen, doch ging er jedenfalls zum Auftakt des Kampfs recht aktiv zu Werke.

Will sich Arthur Abraham im Halbfinale des Turniers durchsetzen, muß er mit einer hochklassigen Leistung aufwarten. Sein Gegner Andre Ward hat zuletzt 1996 noch als Amateur einen Kampf verloren, im Profilager bislang 23 Gegner besiegt und und verteidigt den Titel der WBA, den er keinem Geringeren als dem Dänen Mikkel Kessler abgenommen hat. Danach setzte er sich gegen Allan Green und Sakio Bika durch, so daß er die Turnierwertung anführt und als klarer Favorit gilt.

Abraham, der zwischenzeitlich in den Ranglisten abgerutscht war, ist bei der WBO an die Spitze zurückgekehrt und bei der WBA an Nummer drei notiert. Im Home Depot Center in Carson, Kalifornien, winken ihm der Gürtel der WBA und der Einzug ins Finale, wo er sich im Falle eines Sieges auch den Titel des WBC sichern würde. Verliert er jedoch gegen Ward, muß sich der Berliner mit dem Gedanken anfreunden, nicht mehr zu den weltbesten Boxern im Supermittelgewicht zu gehören und sportlich wie finanziell künftig kleinere Brötchen zu backen. Im Trainingslager in Zinnowitz bereitet sich Abraham derzeit auf seine schwere Aufgabe vor, und man kann sicher sein, daß er mit Haut und Haar bei der Sache ist, um den Karriereknick vergessen zu machen.


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Cecilia Braekhus in Kopenhagen gegen Chevelle Hallback

Am 7. Mai kehrt der dänische Schwergewichtler Brian Nielsen, der seit 2002 keine Kämpfe mehr bestritten hat, in den Ring zurück, um sich mit Evander Holyfield zu messen. Der US-Amerikaner ist Champion des kleinen Verbands WBF, der den Dänen als Herausforderer ablehnt, weil dieser neun Jahre nicht mehr aktiv war. Gewinnt Holyfield, behält er den Gürtel, verliert er gegen Nielsen, wird der Titel vakant.

Im Rahmen dieser Veranstaltung, die im Kopenhagener Konzerthaus über die Bühne geht, verteidigt Cecilia Braekhus die Titel der Verbände WBC, WBA und WBO im Weltergewicht gegen Chevelle Hallback aus den USA. Die 29jährige Norwegerin aus dem Sauerland-Boxstall, die bei Ulli Wegner in Berlin trainiert, hat ihre 17 Profikämpfe ausnahmslos gewonnen und gilt als führende Akteurin ihrer Gewichtsklasse.

Chevelle Hallback lebt in Florida, ist 39 Jahre alt und hat im Laufe ihrer Karriere 28 Kämpfe gewonnen, sieben verloren und zwei unentschieden beendet. Sie war Weltmeisterin der WIBF im Federgewicht, der WIBA und IBA im Superfedergewicht sowie der IFBA im Leichtgewicht, so daß es die Titelverteidigerin mit einer sehr erfahrenen Gegnerin zu tun bekommt.

20. April 2011



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