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MELDUNG/476: Synergieeffekt inklusive - Klitschko boxt im Breslauer Fußballstadion (SB)



Austragungsort des Kampfs gegen Tomasz Adamek bestätigt

Vitali Klitschko verteidigt den WBC-Titel im Schwergewicht wie angekündigt am 10. September im Fußballstadion von Breslau gegen den Polen Tomasz Adamek. Nachdem zuvor Warschau als mögliche Alternative im Gespräch war, bestätigte das Management des Ukrainers nun definitiv den Veranstaltungsort. Mit diesem Kampf wird die Arena eröffnet, die zu den Austragungsstätten der von den Heimatländern der Kontrahenten gemeinsam ausgerichteten Fußball-Europameisterschaft 2012 gehört. Derzeit ist das Stadion Miejski noch im Bau, in dem im kommenden Jahr drei Gruppenspiele ausgetragen werden. Ein gewisser Synergieeffekt bei der Werbung für die beiden Sportarten ist also nicht ausgeschlossen.

Für den älteren der Klitschko-Brüder steht eine Bilanz von 42 Siegen und zwei Niederlagen zu Buche, wobei er in seiner Profilaufbahn noch nie zu Boden gegangen ist und 39 Gegner vorzeitig in die Kabine geschickt hat. Bei seiner letzten Titelverteidigung besiegte der 39jährige Weltmeister am 19. März in Köln den Kubaner Odlanier Solis, der sich frühzeitig eine schwere Knieverletzung zuzog, durch technischen K.o. in der ersten Runde. Sein jüngerer Bruder Wladimir, der die Titel der Verbände WBO, IBF und IBO in seinem Besitz hat, steigt am 2. Juli in Hamburg mit dem britischen WBA-Champion David Haye in den Ring.

Der 35 Jahre alte Tomasz Adamek war Weltmeister im Halbschwer- und Cruisergewicht, bevor er 2009 ins Schwergewicht wechselte. Von seinen 45 Profikämpfen hat der Herausforderer nur einen verloren. Derzeit ist er die Nummer eins der Weltverbände WBC und WBO in der Königsklasse.


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Jürgen Brähmer wirft die Flinte nicht ins Korn

Ungeachtet der Absage seines Kampfs gegen Nathan Cleverly und der daraus resultierenden Aberkennung des WBO-Titels im Halbschwergewicht ist Jürgen Brähmer fest entschlossen, seine Karriere fortzusetzen. Auf seiner offiziellen Homepage bedankt sich der Schweriner bei allen Fans, die ihn bei seinem Auftritt in London unterstützen wollten, und bedauert die Unannehmlichkeiten aufgrund des ausgefallenen Kampfs. Diese Ereignisse könnten ihn jedoch nicht davon abhalten weiterzumachen. Er sei schon immer ein Kämpfer gewesen und seines Erachtens noch lange nicht da angekommen, wo er sein möchte.

Beim Abschlußtraining am Dienstag war eine alte Cutverletzung an Brähmers Augenlid wieder aufgeplatzt, die genäht werden mußte. Dadurch sah sich der Schweriner gezwungen, die geplante Reise nach England abzusagen, wo er in der Londoner O2 Arena auf Interimsweltmeister Nathan Cleverly aus Wales treffen sollte. Da es für Jürgen Brähmer bereits die dritte abgesagte Titelverteidigung innerhalb von nur zehn Monaten war, erkannte ihm der Verband auf einer Sondersitzung umgehend den Titel ab und ernannte Cleverly zu seinem regulären Weltmeister im Halbschwergewicht.

Trotz Brähmers Entschlossenheit, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, ist seine sportliche Zukunft ungewiß. Dietmar Poszwa von der Hamburger Universum Box-Promotion kündigte Gespräche mit dem Schweriner über die weitere Vorgehensweise an. Es gelte, die verbliebenen Möglichkeiten auszuloten, die mit Sicherheit nicht rosig seien. Die Aberkennung des Titels komme für ihn nicht überraschend, da die Verbände über klare Regeln und Statuten verfügten.

21. Mai 2011



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