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MELDUNG/490: Säbelrasseln vor dem Halbfinale mit Froch und Johnson (SB)



Brite und Jamaikaner ermitteln heute den zweiten Finalisten

In Atlantic City geht heute des zweite Halbfinale des hochkarätigen Turniers im Supermittelgewicht über die Bühne, das von Promoter Kalle Sauerland konzipiert und in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Sender Showtime realisiert worden ist. Nachdem der Kalifornier Andre Ward dank eines einstimmigen Punktsiegs gegen Arthur Abraham bereits ins Finale eingezogen ist, ermitteln der Brite Carl Froch und der in den USA lebende Jamaikaner Glen Johnson in der Boardwalk City Hall den zweiten Finalteilnehmer. Froch ist Weltmeister des WBC, erheblich jünger als sein Gegner und hat eine bemerkenswerte Bilanz von 27 Siegen sowie einer Niederlage vorzuweisen. Im Super-Six-Turnier bezwang er zunächst den US-Amerikaner Andre Dirrell knapp nach Punkten, unterlag dann dem später aus dem Turnier ausgestiegenen Dänen Mikkel Kessler und gewann schließlich gegen Arthur Abraham. Glen Johnson ist demgegenüber ein Veteran des Boxgeschäfts, für den 51 gewonnene, vierzehn verlorene sowie zwei unentschieden beendete Auftritte zu Buche stehen. Er wurde nachträglich ins Turnier aufgenommen und sicherte sich mit einem vorzeitigen Sieg gegen Allan Green aus den USA den Einzug ins Halbfinale.

Bei der abschließenden Pressekonferenz vor dem heutigen Kampf hatte Glen Johnson dem Sender Showtime für diese Chance gedankt und versichert, daß die Verantwortlichen diese Entscheidung nicht bereuen würden. Wenngleich im Duell mit einem zweimaligen Weltmeister wie Froch natürlich Respekt geboten sei, irritiere ihn das nicht. Er habe sich bestens vorbereitet und verschiedene vielversprechende Verfahrensweisen erprobt. Da er kein Mann großer Worte sei, ziehe er es vor, die Konversation im Ring fortzusetzen. Wie Trainer Orlando Cuellar hinzufügte, verfüge sein Schützling über die Antwort auf jeden möglichen Stil.

Das wollte Carl Froch denn doch nicht stehenlassen, der Cuellar "Realitätsverlust" attestierte. Johnson werde diesen Kampf nicht nur verlieren, sondern sogar keine einzige Runde gewinnen: "Ich bin zu jung und zu frisch. Ich werde von Runde eins bis zwölf dominieren. Ich bin der WBC-Champion." Dann kam der Brite noch einmal auf seine Niederlage gegen Mikkel Kessler zu sprechen und merkte dazu an, daß 80 Prozent seine Auffassung teilten, er habe damals nicht verloren. Der Kampf hätte ebensogut zu seinen Gunsten ausgehen können. Jedenfalls liege das alles inzwischen geraume Zeit zurück, während der er sich längst rehabilitiert habe. So sei es ihm erstmals gelungen, den K.o.-Spezialisten Arthur Abraham auszuboxen und zu deklassieren, den niemand zuvor so verprügelt habe.

4. Juni 2011



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