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MELDUNG/500: Sauerlands Fernsehvertrag zu reduzierten Bedingungen gerettet (SB)



Kompromiß sieht verkürzte Laufzeit und reduzierte Kosten vor

Im vergangenen Jahr hatte die ARD mit Sauerland einen Dreijahresvertrag abgeschlossen, der mit insgesamt 54 Millionen Euro dotiert sein sollte. Dagegen regte sich Widerstand bei den Rundfunkräten mehrerer Anstalten, allen voran das Gremium des WDR. Moniert wurde insbesondere die Höhe der Summe, wobei auch grundsätzliche Bedenken gegen die Präsentation des Boxsports geltend gemacht wurden. Die mit dem Berliner Promoter getroffene Vereinbarung erwies sich als anfechtbar, weil die ARD bei Vertragsschluß nicht die Zustimmung der Rundfunkräte der einzelnen Anstalten abgewartet hatte.

Nun zeichnet sich in der Kontroverse über die Fernsehrechte für "Boxen im Ersten" zwischen den ARD-Sendeanstalten und ihren Rundfunkräten ein Kompromiß ab. Nachverhandlungen führten offenbar zu dem Kompromiß, daß die Laufzeit verkürzt und die Gesamtkosten reduziert werden sollen. Die Rede ist von 26 Millionen Euro für zwei Jahre Boxen. Wenngleich die Zusammenarbeit damit vorerst gesichert zu sein scheint, ist das Ende der lukrativen Fernsehverträge mit den öffentlich-rechtlichen Sendern eingeläutet.


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Mordanschlag auf pakistanischen Olympiaboxer

Auf den pakistanischen Olympiateilnehmer Abrar Hussain ist in seiner Heimatstadt Quetta ein Mordanschlag verübt worden. Wie aus Polizeikreisen verlautete, hätten die Angreifer den 50jährigen in den Kopf geschossen. Die Mörder befänden sich noch auf freiem Fuß. Die Polizei untersuche derzeit den Hintergrund des Verbrechens. Abrar Hussain nahm 1984, 1988 und 1992 an den Olympischen Spielen teil. Zudem gewann er bei den Asienspielen 1990 in Peking die Goldmedaille im Halbschwergewicht.

17. Juni 2011



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