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MELDUNG/501: Super-Six-Turnier steuert seinem Höhepunkt entgegen (SB)



Finale mit Andre Ward und Carl Froch voraussichtlich im Oktober

Das spektakuläre Turnier im Supermittelgewicht, das von Promoter Kalle Sauerland konzipiert und in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Sender Showtime realisiert wurde, nähert sich seinem Höhepunkt. Voraussichtlich am 29. Oktober treffen Andre Ward aus den USA und der Brite Carl Froch im Finale aufeinander, das entweder im New Yorker Madison Square Garden oder in Las Vegas über die Bühne gehen soll.

Im Gespräch mit der "Sun" hat sich Froch bereits für Las Vegas stark gemacht, das er als "die Boxhauptstadt der Welt" bezeichnete. Alle Boxer träumten davon, dort in den Ring zu steigen. Er selbst sei da keine Ausnahme und fände es phantastisch, seinen Namen am Strip zu sehen.

Für den 33 Jahre alten Briten ist es der zweite Turnierkampf in den USA, nachdem er sich im Halbfinale in Atlantic City gegen den gebürtigen Jamaikaner Glen Johnson durchsetzen konnte. Carl Froch hat damit 28 Profikämpfe gewonnen und nur einen gegen Mikkel Kessler in Dänemark verloren. Der 27jährige Andre Ward zog mit einem unangefochtenen Punktsieg gegen Arthur Abraham aus dem Berliner Sauerland-Boxstall ins Finale ein. Der Kalifornier ist in 24 Kämpfen ungeschlagen und tritt erstmals außerhalb seines Heimatbundesstaats an.


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Duell zwischen Helenius und Liachowitsch wird nachgeholt

Robert Helenius, der sich am 16. Juli in München nach Lamon Brewster und Samuel Peter mit Sergej Liachowitsch den dritten ehemaligen Schwergewichtsweltmeister zur Brust nehmen wollte, holt dies zu einem späteren Zeitpunkt nach. Der aufstrebende Skandinavier, der bei Sauerland Event unter Vertrag steht und von Ulli Wegner trainiert wird, mußte den vorgesehenen Termin aufgrund einer während der Vorbereitung erlittenen Handverletzung absagen. Nun hat man für dieses attraktive Duell den 27. August ins Auge gefaßt, der für die Übertragung eines Kampfabends bei der ARD vorgesehen ist.

Wie Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer bekanntgab, legt Helenius seinen EU-Titel im Schwergewicht nieder. Man habe keine andere Wahl gehabt, da der Vertrag mit Liachowitsch nach wie vor gültig ist. Da der Pflichtherausforderer für den EU-Titel, Martin Rogan, ein ihm vorgelegtes Angebot nicht angenommen habe, sei es zur Versteigerung des Kampfs gekommen. Dabei wird dem Titelverteidiger üblicherweise eine Frist gesetzt, innerhalb derer er sich seinem Gegner stellen muß. Dabei wäre es zu einer zeitlichen Nähe der beiden Kämpfe gekommen, die einer angemessenen Vorbereitung im Wege gestanden hätte. Unter diesen Umständen wählte man natürlich die für Helenius attraktivere Option des Kräftemessens mit dem gebürtigen Belarussen Sergej Liachowitsch.

18. Juni 2011



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