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MELDUNG/504: Nächster Auftritt Felix Sturms rückt näher (SB)



Am Samstag gegen den Briten Matthew Macklin

Felix Sturm verteidigt am 25. Juni in der KölnArena den Titel des Superchampions der WBA im Mittelgewicht gegen den Briten Matthew Macklin. Der Lokalmatador, für den 35 Siege, zwei Niederlagen sowie ein Unentschieden zu Buche stehen, gilt als Favorit im Kampf gegen den Herausforderer, der 28 Auftritte gewonnen und zwei verloren hat. Den Vorwurf, er suche sich gezielt handhabbare Kontrahenten aus, will Sturm nicht gelten lassen. Wie der 32jährige in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" argumentiert, könne man nur so stark sein, wie es der Gegner zuläßt. Nach dem Kampf prügelten dann seine Kritiker mit Worten auf ihn ein.

Der Weltmeister, dessen Ringauftritt wie üblich vom Münchner Privatsender Sat.1 in der Sparte "ran Boxen" übertragen wird, hat klare Vorstellungen, wie er den Weltranglistendritten der WBA besiegen kann. Seines Erachtens ist es um die Kondition des Herausforderers nicht zum Besten bestellt, weshalb er ihm vermehrt mit Körpertreffern zusetzen will, die dem Gegner die Luft rauben. Wenngleich Macklin Europameister sei, habe er Probleme, wenn man Tempo macht. Dann brauche er eine Pause, die er am Samstag nicht bekommen werde. Die sicherste Variante sei allemal ein Knockout, weshalb er versuchen werde, den Briten vorzeitig auf den Boden zu befördern.

Nach seinen sportlichen Perspektiven gefragt, erwidert Sturm, daß er noch fünf Jahre boxen, bald aber nur noch zwei Kämpfe pro Jahr bestreiten wolle. Zu seinen Schwächen zähle er seine Frau und das Essen. Seit sein Sohn auf der Welt sei, lebe er jedoch ansonsten sehr sparsam. Er habe seinen Spaß gehabt und wolle nun seinem Kind alles geben können. Ein ähnliches Schicksal wie ihm selbst solle seinem Sohn erspart bleiben. Er könne nur hoffen, daß dieser niemals den Wunsch hege, ebenfalls Boxer zu werden. Wenn er unbedingt Sportler werden wolle, dann lieber Basketball- oder Fußballspieler.

Sat.1-Sportchef Sven Froberg wirbt mit den Worten für den bevorstehenden Kampf, deutsch-britische Duelle gehörten nicht nur im Fußball zu den brisantesten Begegnungen. Dieser Kampf verspreche eine hochemotionale Angelegenheit zu werden, auf die sich die Zuschauer freuen dürften.

Der 28 Jahre alte irischstämmige Matthew Macklin gibt sich selbstbewußt. Seine Zeit sei reif. Er träume schon lange von einem Titelkampf und daß er den Champion in dessen Heimatstadt schlagen müsse, sporne ihn nur noch mehr an. 2009 wurde er durch einen vorzeitigen Sieg über den Finnen Amin Asikainen Europameister im Mittelgewicht. Macklin gilt als kampfstark und zäh, wie auch als Boxer mit beträchtlicher Schlagwirkung. Diesen Qualitäten stehen Sturms überlegene Technik, Schnelligkeit und Konditionsstärke gegenüber. Rechnet man seine größere Erfahrung im Umgang mit hochkarätigen Gegnern und einen gewissen Heimvorteil hinzu, dürfte der Weltmeister am Ende die Oberhand behalten.

21. Juni 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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