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MELDUNG/522: Lucian Bute bleibt IBF-Champion im Supermittelgewicht (SB)



Jean Paul Mendy unterliegt in der vierten Runde

Weltmeister Lucian Bute hat den Titel der IBF im Supermittelgewicht erfolgreich verteidigt. Der 31jährige Rumäne bot vor heimischem Publikum in Bukarest eine überzeugende Vorstellung und besiegte den französischen Pflichtherausforderer Jean Paul Mendy durch Knockout in der vierten Runde. Während der ungeschlagene Bute nun 29 Siege vorweisen kann, stehen für den 37 Jahre alten Herausforderer nach seiner ersten Niederlage 29 gewonnene Kämpfe sowie je ein verlorener und unentschieden beendeter Auftritt zu Buche.

Nachdem die Kontrahenten verhalten begonnen hatten, kam Bute im folgenden Durchgang erstmals mit einer Kombination durch. In der dritten Runde zeigte Mendy nach einem Uppercut Wirkung, doch hielt er sich trotz eines weiteren Treffers auf den Beinen. Das vorzeitige Ende folgte im vierten Durchgang, als der Herausforderer nach einem Schlag zum Kinn mit dem Gesicht voran zu Boden stürzte und sofort aus dem Kampf genommen wurde.

Damit hat Lucian Bute seinen Titel achtmal erfolgreich verteidigt und seine letzten sechs Gegner vorzeitig besiegt. Im nächsten Schritt dürfte er es mit einem der stärksten Gegner zu tun bekommen, da Kelly Pavlik, Mikkel Kessler und der zukünftige Super-Six-Gewinner im Gespräch sind.


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Chris Arreola setzt sich gegen Friday Ahunanya durch

Chris Arreola, dem deutschen Boxpublikum seit seiner Niederlage gegen Vitali Klitschko ein Begriff, hat sich in einem Schwergewichtskampf gegen den Nigerianer Friday Ahunanya klar nach Punkten durchgesetzt (100:90, 99:91, 99:91). Trotz dieses deutlichen Erfolgs haderte der US-Amerikaner mit seiner eigenen Leistung und sprach von einer seiner schlechtesten Vorstellungen in diesem Jahr. Er habe schrecklich ausgesehen und sei nicht in der Lage gewesen, den Kampf vorzeitig zu beenden. Wenngleich er die Lücken in der Deckung seines Gegners gesehen habe, sei es ihm nicht gelungen, entscheidend nachzusetzen. Nichts gegen den Nigerianer, der sich als standfest erwiesen habe, doch wäre ein Knockout in diesem Falle Pflicht gewesen.

Dabei präsentierte sich Arreola in recht guter Form, wirkte beweglicher als in der Vergangenheit und mußte lediglich in der vierten Runde Treffer einstecken, nach denen er kurzfristig Wirkung zeigte. Ansonsten war er Herr des Geschehens, so daß Ahunanya vor allem bemüht schien, den Schlußgong stehend zu hören. Im siebten Durchgang wurde es eng für den Nigerianer, der in seiner Karriere erst einmal vorzeitig verloren hatte. Dank seiner Erfahrung gelang es ihm jedoch, sich über die Zeit zu retten.

Während Chris Arreola nun 33 Kämpfe gewonnen und zwei verloren hat, weisen 24 Siege, acht Niederlagen und drei Unentschieden Friday Ahunanya als handhabbaren Aufbaugegner aus. Arreola weiß, daß er sich steigern muß, um die erhoffte Chance gegen Wladimir Klitschko zu bekommen. Er möchte in sechs bis sieben Wochen wieder in den Ring steigen, um möglichst schnell seinen Anspruch auf einen Titelkampf geltend zu machen.

11. Juli 2011



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