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MELDUNG/524: Powetkin und Tschagajew kämpfen um den WBA-Titel (SB)



Hochkarätiges Duell um die reguläre Weltmeisterschaft

Während der Brite David Haye bis zu seiner Niederlage gegen Wladimir Klitschko regulärer Weltmeister der WBA im Schwergewicht war, wird der Ukrainer seither als Superchampion dieses Verbands geführt, da er zugleich die Titel der IBF, WBO und IBO in seinem Besitz hat. Durch diesen inflationären Kunstgriff, der bei der WBA seit geraumer Zeit üblich ist, wurde die reguläre Weltmeisterschaft vakant. Am 27. August kämpfen Alexander Powetkin und Ruslan Tschagajew voraussichtlich im Rahmen einer Veranstaltung des Sauerland-Boxstalls in Deutschland um diesen Gürtel. Während der ungeschlagene Russe 21 Profikämpfe gewonnen hat, wartet der Usbeke mit 27 Siegen, einer Niederlage und einem Unentschieden auf. Bislang ist vorgesehen, daß der Sieger dieses Duells binnen 18 Monaten gegen Wladimir Klitschko antreten muß.

Wie Powetkins US-amerikanischer Trainer Teddy Atlas berichtet, habe man vor zwei Jahren die Chance, in einem deutschen Stadion gegen Klitschko zu kämpfen, ausgeschlagen. Seines Erachtens sei sein Schützling damals noch nicht bereit für den Ukrainer gewesen. Daher habe er sich in Geduld geübt und auf eine bessere Option gewartet. Dieser Fall sei nun eingetreten, da der ehemalige Weltmeister und Rechtsausleger Tschagajew besser für Powetkin geeignet sei.

Ob Atlas am 27. August in Powetkins Ecke steht, ist allerdings ungewiß. Seinen Angaben zufolge gab es die Abmachung, daß Powetkin in die USA kommt, solange der Trainer beim Sender ESPN verpflichtet ist. Da es das Team des Russen jedoch bislang vorziehe, sich in Europa vorzubereiten, könne das dazu führen, daß Powetkin in den letzten Wochen vor dem Kampf ohne ihn auskommen müsse.


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Yuriorkis Gamboa trifft auf Daniel Ponce De Leon

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Top Rank und Golden Boy Promotions, die sich bei den Verhandlungen über einen möglichen Kampf der Superstars Manny Pacquiao und Floyd Mayweather jun. heillos zerstritten und einander in der Folge jahrelang gemieden hatten, arbeiten erstmals wieder zusammen. Die Verleumdungsklage ist längst außergerichtlich beigelegt, so daß man es Golden Boy-Geschäftsführer Richard Schaefer fast abnehmen kann, daß er sich darauf freue, wieder mit Top Rank zu kooperieren. Man sei übereingekommen, bei passender Gelegenheit wieder gemeinsam Kämpfe zu veranstalten, und dieser Fall sei nun eingetreten.

Eine vorzügliche Gelegenheit, das Kriegsbeil endgültig zu begraben, ist es allerdings, trifft doch der als weltbester Federgewichtler gehandelte Yuriorkis Gamboa am 10. September in Atlantic City auf den schlagstarken Mexikaner Daniel Ponce De Leon. Schaefer lobt den aufstrebenden Kubaner als außergewöhnliches Talent, während sein Kontrahent über eine weithin gefürchtete Schlagwirkung verfüge. Daher sei eine Ringschlacht garantiert.

In diesem hochkarätigen Duell zwischen dem in 20 Kämpfen siegreichen Gamboa und dem Mexikaner, dessen 41 Siege und drei Niederlagen sich ebenfalls sehen lassen können, steht erstaunlicherweise kein Titel auf dem Spiel. Dem Kubaner war vor seinem Kampf gegen Jorge Solis der IBF-Gürtel aberkannt worden, da er nicht zum zweiten Wiegen erschienen war. Des weiteren fiel Gamboa dem Wirrwar der WBA zum Opfer, die zeitweise drei Weltmeister gleichzeitig führte und ihm den Titel abnahm.

13. Juli 2011



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