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MELDUNG/529: "Tiger" Thompson motiviert zum letzten Gipfelsturm (SB)



Ausscheidungskampf gegen seinen Landsmann Eddie Chambers

Der US-amerikanische Schwergewichtler Tony Thompson nimmt den vermutlich letzten Anlauf seiner Karriere, noch einmal mit einem amtierenden Weltmeister in den Ring zu steigen. Wenngleich es Wladimir Klitschko ist, gegen den er vor Jahren schon einmal verloren hat und auch im Falle einer Revanche krasser Außenseiter wäre, lockt ihn natürlich das Rampenlicht und die zu erwartende beträchtliche Börse.

In einem Ausscheidungsturnier, wie es die IBF anzusetzen pflegt, um die Ermittlung eines Pflichtherausforderers künstlich aufzuwerten, hat Thompson im ersten Schritt Maurice Harris erwartungsgemäß besiegt. Nun erwartet ihn mit Eddie Chambers eine wesentlich anspruchsvollere Aufgabe. Auf den ersten Blick scheinen die beiden gleichauf zu liegen, da sie jeweils 36 Kämpfe gewonnen und zwei verloren wie auch gegen Klitschko den kürzeren gezogen haben. Indessen neigt sich die sportliche Laufbahn des 39jährigen Thompson ihrem Ende entgegen, während der agile Chambers nach wie zu den besten US-amerikanischen Schwergewichtlern gehört.

Da die Kontrahenten einander schon mehrfach bei der Vorbereitung auf Kämpfe geholfen und zahlreiche Sparringsrunden miteinander ausgetragen haben, kennen sie einander aus der Praxis und sind darüber hinaus recht gute Freunde geworden. Wie Thompson dazu anmerkt, gehe man im Training nicht bis zur letzten Konsequenz, so daß keiner von beiden das Beste des andern gesehen habe. Wer immer sich etwas Neues einfallen lasse, gewinne diesen Kampf, und das werde er sein. Er werde Chambers überrollen und die Chance nutzen, sich ein zweites Mal mit Klitschko zu messen.


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Firat Arslan bekräftigt Ambitionen auf einen Titelkampf

Unter der Regie Promoter Ahmet Öners zeigt sich der 40 Jahre alte Exweltmeister Firat Arslan bereit zu einem erneuten Gipfelsturm im Cruisergewicht. Bei der Revanche gegen den Tschechen Lubos Suda bot er in Göppingen eine souveräne Vorstellung und sicherte sich durch einen vorzeitigen Sieg den internationalen Titel der IBF. Nach seinem 31. Erfolg im Profilager bekräftigt Arslan seine Ambitionen auf einen Kampf um die Weltmeisterschaft.

Er trete gegen jeden an, der einen Gürtel besitzt, wobei ihm Name und Verband gleichgültig seien. Sein Alter sei kein Hinderungsgrund verweist er auf den legendären US-Amerikaner Bernard Hopkins, der mit 46 Jahren einen Titel gewonnen hat. Er fühle sich jung und stark. Mit Unterstützung seines Teams und dem Rückhalt der Fans könne er wieder Champion werden.

Schon am 24. September soll Arslan erneut im Ring stehen, wofür ein Auftritt im türkischen Trabzon ins Auge gefaßt ist. Man dürfe keine Zeit verlieren, gibt Öner die Marschrichtung vor, sich in den Ranglisten nach oben zu kämpfen und den Status eines Pflichtherausforderers zu erlangen. Freiwillig werde sich keiner der aktuellen Weltmeister stellen, hebt der Promoter die Qualitäten seines Boxers hervor.

Seines Erachtens hätte Firat Arslan gute Aussichten, WBO-Champion Marco Huck in die Schranken zu weisen. Während dieser sich bei der jüngsten Titelverteidigung gegen den Argentinier Hugo Hernan Garay in München erneut mit einer wilden Prügelei durchgesetzt habe, sei es Arslan gelungen, bei seinen letzten beiden Auftritten die Gegner systematisch auseinanderzunehmen. Ulli Wegner werde als erfahrener Trainer nicht zulassen, daß sein Schützling in einem solchen Duell Prügel bezieht, und daher die Herausforderung nicht annehmen.

19. Juli 2011



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