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MELDUNG/530: Kampf um den WBA-Titel im Schwergewicht in Erfurt (SB)



Alexander Powetkin trifft auf Ruslan Tschagajew

Die World Boxing Association (WBA) hat Wladimir Klitschko nach dessen Sieg gegen David Haye den Status des Superchampions zuerkannt und mit diesem inflationären Geschäftsgebaren den Weg für eine vom Rang des Ukrainers unabhängige Vergabe ihres regulären Titels im Schwergewicht freigemacht. Am 27. August bringt Sauerland Event in Erfurt Alexander Powetkin und Ruslan Tschagajew zum Kampf um den vakanten Gürtel zusammen. Für den ungeschlagenen Russen Powetkin, der 21 Profikämpfe gewonnen hat, ist dies die erste Chance, Weltmeister zu werden. Sein usbekischer Gegner Tschagajew, für den 27 Siege, eine Niederlage und ein Unentschieden zu Buche stehen, war in der Vergangenheit schon einmal Champion der WBA.

Promoter Wilfried Sauerland zeigt sich zufrieden, daß Powetkin nach den Meinungsverschiedenheiten der Vergangenheit endlich zum Titelkampf antritt. Der Russe gehöre zu den talentiertesten Akteuren der aktuellen Schwergewichtsszene und habe einige Zeit gebraucht, bis er bereit für einen Titelkampf war. Eine Verletzung zwang Powetkin 2008 zur Absage eines Kampfs gegen Wladimir Klitschko, 2010 warf ihn der plötzliche Tod seines Vaters zurück. Hinzu kam der Einfluß seines erfahrenen US-amerikanischen Trainers Teddy Atlas, der wohl zu Recht davon ausging, daß sein Schützling noch nicht in der Lage gewesen wäre, es mit dem Ukrainer aufzunehmen.

Auch Promoter Klaus-Peter Kohl, bei dem Ruslan Tschagajew unter Vertrag steht, freut sich auf einen spannenden Kampf zweier hochkarätiger Schwergewichtler. Beide seien schon als Amateure erfolgreich gewesen, wobei Powetkin sogar eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen habe. Die Kontrahenten seien von ähnlicher Statur, doch abgesehen davon zweifle er nicht daran, daß sich Ruslan den WBA-Titel zurückholen werde.

In einem zweiten attraktiven Schwergewichtskampf in Erfurt nimmt sich Robert Helenius den Exweltmeister Sergej Liachowitsch vor. Der gebürtige Belorusse verfügt zwar mit 25 Siegen und drei Niederlagen über die größere Erfahrung, doch hat sich der in 15 Profikämpfen ungeschlagene Skandinavier aus dem Sauerland-Boxstall bereits gegen so namhafte Kontrahenten wie Lamon Brewster und Samuel Peter durchgesetzt.

Trainer Ulli Wegner sagt Helenius, der Intercontinentalchampion der Verbände WBA und WBO ist, eine große Zukunft voraus. Es sei nicht nur talentiert, sondern steigere sich von Kampf zu Kampf, so daß es keineswegs verfrüht sei, in ihm einen künftigen Weltmeister zu sehen. Zunächst aber gelte es Liachowitsch zu besiegen, bei dem es sich zweifellos um einen echten Prüfstein handle. Optimal vorbereitet werde Robert Helenius auch diesem Gegner erfolgreich Paroli bieten.


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Marco Huck in Berlin gegen Krzysztof Wlodarczyk

Der Kampf der Weltmeister im Cruisergewicht zwischen Marco Huck (WBO) und Krzysztof Wlodarczyk (WBC) nimmt Gestalt an. Huck, der zuletzt seinen Titel erfolgreich gegen den Argentinier Hugo Hernan Garay verteidigt hat, bekommt Gelegenheit, vor einer großen Kulisse von bis zu 14.000 Zuschauern in der Berliner O2 World zu boxen. Wie der Schützling von Trainer Ulli Wegner berichtet, habe ihn die unglaubliche Atmosphäre dieser Arena beeindruckt, als er dort im Jahr 2009 Zeuge von Arthur Abrahams Sieg gegen Jermain Taylor geworden war.

Nach Angaben Promoter Kalle Sauerlands soll der Kampf im Oktober oder November über die Bühne gehen. Die Verträge seien noch im Laufe der Woche unterschriftsreif. Als mögliche Termine kommen offenbar entweder der 22. Oktober oder der 5. November in Frage. Marco Hucks Bilanz steht bei 33 Siegen und einer Niederlage, Krzysztof Wlodarczyk hat 45 Kämpfe gewonnen, zwei verloren und einen unentschieden beendet.

20. Juli 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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