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MELDUNG/537: Auf Karoly Balzsay wartet ein hochkarätiger Gegner (SB)



Kampf um WBA-Titel im Supermittelgewicht gegen Stanislaw Kaschtanow

Am 26. August kämpft der Ungar Karoly Balzsay aus dem Hamburger Universum-Boxstall um den Weltmeistergürtel der WBA im Supermittelgewicht. Sein Gegner in Donezk ist der ungeschlagene Ukrainer Stanislaw Kaschtanow. Der Titel wurde vakant, nachdem sich Dimitri Sartison im Zuge der Vorbereitung auf einen Kampf gegen WBO-Champion Robert Stieglitz, bei dem die Gürtel beider Verbände in Händen des Siegers zusammengeführt werden sollten, eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte. Da Sartison deswegen den Titel nicht innerhalb der von der WBA gesetzten Frist gegen einen Pflichtherausforderer verteidigen konnte, mußte er ihn am grünen Tisch abgeben. Den Statuten des Verbands entsprechend wurde daraufhin ein Duell zwischen den beiden Erstplazierten der Rangliste, Kaschtanow und Balzsay, anberaumt.

Der Sieger dieses Kampfs muß den regulären Titel gegen Dimitri Sartison verteidigen, der auf diese Weise Gelegenheit bekommt, seine Verletzung auszukurieren und danach erneut um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. An der Spitze der WBA in dieser Gewichtsklasse steht derzeit Andre Ward, der als Superchampion geführt wird. Der US-Amerikaner trifft am 29. Oktober im Finale des Super-Six-Turniers in Atlantic City auf den Briten Carl Froch, der den WBC-Titel in dieses Duell einbringt.

Karoly Balzsay hat 23 Profikämpfe gewonnen und zwei verloren. Im Jahr 2009 sicherte sich der Ungar den WBO-Titel im Supermittelgewicht, den er jedoch 2010 wieder verlor. Mit erfolgreichen Auftritten arbeitete sich Balzsay zuletzt wieder in den Ranglisten nach oben, so daß er nun erstmals nach seiner Niederlage gegen Robert Stieglitz eine erneute Titelchance bekommt. Eine Bilanz von 28 Siegen in ebenso vielen Kämpfen weist seinen 26 Jahre alten Gegner als eine anspruchsvolle Aufgabe aus. Stanislaw Kaschtanow verfügt über einen blitzschnellen Jab und als Spezialwaffe einen gefährlichen linken Körperhaken, wie überhaupt seine Schlagwirkung als gefährlich eingeschätzt wird.

Daher übertreibt der Ungar keinesfalls, wenn er von einem harten Kampf in der Ukraine ausgeht, wo sich sein Gegner der Unterstützung des Publikums sicher sein kann. Dessen ungeachtet freue er sich, nach dem Tiefpunkt seiner Karriere mit den beiden Niederlagen gegen Robert Stieglitz und Eduard Gutknecht wieder einen Titel anzusteuern. Er habe sich intensiv darauf vorbereitet und sei fest entschlossen, sich den Gürtel zu holen. Natürlich unterstützt ihn sein Promoter Klaus-Peter Kohl in diesem Vorhaben. Man habe Karolys Fähigkeiten nie in Zweifel gezogen und immer an seine Rückkehr an die Spitze geglaubt. Für den Titel werde er alles geben.


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Krzysztof Wlodarczyk trainiert bereits wieder

Polnischen Medienberichten zufolge hat Krzysztof Wlodarczyk das Training wieder aufgenommen. Der WBC-Weltmeister im Cruisergewicht war in der vergangenen Woche auf Grund einer Überdosis Antidepressiva in ein Warschauer Krankenhaus eingeliefert worden, aus dem er am Wochenende wieder entlassen werden konnte. Wlodarczyk wird mit den Worten zitiert, er könne sich nicht vorstellen, ohne das Boxen zu leben. Daher sei er froh, seinem Sport weiter nachgehen zu können. Er stehe bereits wieder in der Vorbereitung auf künftige Kämpfe und plane, im Oktober entweder gegen WBO-Weltmeister Marco Huck in Deutschland oder den jüngst als IBO-Champion entthronten Danny Green in Australien anzutreten.

27. Juli 2011



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