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MELDUNG/598: Abraham mit Tempo 230 auf der Berliner Stadtautobahn (SB)



Polizei stoppt Ferrari des rasenden Exweltmeisters

Arthur Abraham hat mit seinem Ferrari einen neuen Berliner Rekord der unrühmlichen Art aufgestellt. Der 31 Jahre alte Exweltmeister fuhr auf der Stadtautobahn mit 230 Stundenkilometern, obgleich dort nur Tempo 80 erlaubt ist, und wurde daraufhin von der Polizei gestoppt. Abraham war eigenen Angaben zufolge auf dem Weg ins Stage-Theater am Potsdamer Platz, wo die "Goldene Henne" verliehen wurde. Da er sich offenbar verspätet hatte, raste er über die A 113 in Richtung Innenstadt. Dabei scheuchte er mit der Lichthupe andere Fahrzeuge aus dem Weg und wurde schließlich von einem Videowagen der Polizei gefilmt, den er kurz zuvor überholt hatte. Mit Martinshorn und Blaulicht nahmen die Beamten die Verfolgung auf und holten den Ferrari an der Anschlußstelle Oberlandstraße in Tempelhof wieder ein. Um weitere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu vermeiden, begleiteten die Polizisten Abraham anschließend bis zum Potsdamer Platz. [1]

Nun erwarten Abraham 1.360 Euro Strafe, vier Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von drei Monaten. Dem Boxer ist dieser Vorgang nicht unbekannt, da er als Wiederholungstäter fleißig Flensburger Punkte sammelt. Zuletzt wurde er im November 2009 mit Tempo 168 auf der Stadtautobahn geblitzt. Damals stritt er die Tat jedoch ab und erklärte, ein Freund habe den Wagen gefahren. "Ich habe ihn mit literweise Blut und Schweiß bezahlt", sagte Abraham einmal über seinen Ferrari. "Was ist schlimm daran, wenn ich mein Hobby auslebe und mal mit dem Ferrari rausfahre?"


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Nachholtermin des Super-Six-Finales im Dezember

Das Finale des Super-Six-Turniers zwischen dem britischen WBC-Weltmeister Carl Froch und WBA-Superchampion Andre Ward wird am 17. Dezember in der Boardwalk Hall von Atlantic City nachgeholt. Dies teilten Frochs Promoter Eddie Hearn von Matchroom Sport, Wards Promoter Dan Goossen und Showtime-Sprecher Ken Hershmann mit. Ursprünglich sollte der Kampf bereits am 29. Oktober über die Bühe gehen. Ward trug jedoch beim Sparring eine Cutverletzung davon und sagte daraufhin den Termin ab.

Am 17. Dezember steht neben dem Turniersieg auch die Vereinigung der beiden Titel auf dem Spiel. Der Sieger gilt im Sinne der Veranstalter als bester Supermittelgewichtler der Welt, doch haben diverse Verzögerungen das Turnier auf gut zwei Jahre gestreckt. Dadurch ging der Spannungsbogen weitgehend verloren, und unterdessen traten andere erstklassige Akteure dieser Gewichtsklasse auf den Plan, die natürlich die Auffassung nicht teilen, daß in Atlantic City der unangefochten Beste gekürt wird.


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Cecilia Braekhus boxt im Kopenhagener Parken-Stadio

Cecilia Braekhus freut sich darauf, vor 20.000 Zuschauern im Kopenhagener Parken-Stadion aufzutreten. Die Weltmeisterin der Verbände WBA, WBC und WBO im Weltergewicht bestreitet ihre nächste Titelverteidigung am 5. November im Vorprogramm des Duells zwischen Lokalmatador Mikkel Kessler und Robert Stieglitz. Die beiden Supermittelgewichtler kämpfen um den WBO-Titel des Deutschen, der beim Magdeburger Promoter SES unter Vertrag steht.

Während für die 30 Jahre alte Norwegerin aus dem Berliner Boxstall Sauerland Event eine makellose Bilanz von 18 Siegen zu Buche steht, steigt ihre Gegnerin Kuulei Kupihea aus den USA mit sieben gewonnenen Auftritten im Rücken in den Ring. Cecilia Braekhus tritt in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Dänemark an, wo sie sich der Unterstützung durch das Publikum jederzeit sicher sein kann.

Fußnoten:

[1] http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/arthur-abrahams-ferrari-fuhr-150-km-h-schneller-als-erlaubt/4673358.html

30. September 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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