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MELDUNG/667: Robert Stieglitz legt eine Zwischenetappe ein (SB)



Titelkampf gegen Henry Weber zur Vorbereitung auf Mikkel Kessler

Am 14. Januar verteidigt Robert Stieglitz aus dem Magdeburger Boxstall SES in Offenburg den WBO-Titel im Supermittelgewicht gegen Henry Weber. Beim Kampfabend in der Baden-Arena, der vom Berliner Promoter Sauerland Event veranstaltet wird, steigt der weitaus erfahrenere Weltmeister als klarer Favorit in den Ring. Mit einer Bilanz von 40 Siegen und zwei Niederlagen hat Stieglitz mehr als doppelt so viele Kämpfe bestritten wie der 23 Jahre alte Herausforderer, für den 15 gewonnene Auftritte sowie ein Unentschieden zu Buche stehen.

Trainer Dirk Dzemski sprach denn auch offen aus, daß der Abstecher nach Offenburg vor allem als Zwischenetappe vor dem Kampf gegen Mikkel Kessler in Dänemark eingeschoben wird, der im April über die Bühne geht. Auf die leichte Schulter nehmen werde man Weber dennoch nicht, zeigt sich der Champion auf der Hut. Er sei lange genug im Geschäft und werde sich nicht überraschen lassen.

Der bei Sauerland unter Vertrag stehende Henry Weber schlug mit 18 Jahren eine Profilaufbahn ein und trainiert seit 2010 in Berlin bei Otto Ramin. Unter dessen Anleitung habe er sich deutlich verbessert und wenn er auch als Außenseiter antrete, störe ihn das nicht. Er habe dem Angebot sofort zugestimmt und wisse aus früheren Sparringseinheiten mit Robert Stieglitz, was auf ihn zukomme. Dank eines Sieges über den Kroaten Stjepan Bozic rückte der Berliner in der WBO-Rangliste auf Platz 14 vor, der ihn dazu berechtigt, für eine freiwillige Titelverteidigung verpflichtet zu werden.


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David Tua und Monte Barrett komplettieren Trilogie

David Tua und Monte Barrett werden einander am 31. März zum dritten Mal im Ring gegenüberstehen, wobei auch dieser Kampf in Neuseeland stattfinden soll. Als die beiden im Juli 2010 erstmals aufeinandertrafen, trennten sie sich mit einem Unentschieden, dessen sich Tua glücklich schätzen konnte. Der Neuseeländer ging in der letzten Runde erstmals in seiner Karriere zu Boden und wäre um ein Haar ausgezählt worden. Bei der Revanche im August 2011 machte der US-Amerikaner in der zwölften Runde Bekanntschaft mit den Brettern, doch gewann er am Ende einstimmig nach Punkten.

Einige Monate nach dem zweiten Duell wurden Dopingvorwürfe gegen Monte Barrett laut, doch leitete die WBO keine Untersuchung ein, da der Einspruch Tuas zu spät kam und die rechtliche Situation nicht eindeutig geklärt ist. David Tua will vor heimischem Publikum versuchen, seine Bilanz gegen Barrett zu verbessern. Während der Neuseeländer 52 Kämpfe gewonnen, vier verloren und zwei unentschieden beendet hat, stehen für den US-Amerikaner 35 Siege, neun Niederlagen und zwei Unentschieden zu Buche.


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Krzysztof Wlodarczyk locken namhafte Gegner

Nach seinem vorzeitigen Sieg gegen den Australier Danny Green stehen Krzysztof Wlodarczyk viele Türen offen. Der 30 Jahre alte Weltmeister des WBC im Cruisergewicht müßte eigentlich im nächsten Schritt seinen Titel gegen den Pflichtherausforderer Francisco Palacios aus Puerto Rico verteidigen. Der Pole liebäugelt jedoch mit einem wesentlich lukrativeren Kampf gegen prominente US-Amerikaner wie Roy Jones jun. oder Antonio Tarver.

Nach Angaben Manager Andrzej Wasilewskis hat der US-amerikanische Sender Showtime ein attraktives Angebot übermittelt, für eine Börse von 1,3 Millionen Dollar gegen Antonio Tarver anzutreten. Auch Roy Jones soll nicht abgeneigt sein, einen Titelkampf gegen den Polen zu bestreiten, dessen Profibilanz 46 Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden aufweist. Wlodarczyk befinde sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere, weshalb der Titel des Weltmeisters für ihn eher einen symbolischen Wert habe, so Wasilewski. Er sei bereit, den Gürtel für einen lukrativen Kampf abzugeben.

21. Dezember 2011



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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