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MELDUNG/672: Universum präsentiert Gala mit zahlreichen Akteuren (SB)



Großaufgebot im Ballsaal des Hamburger Grand Elysee Hotels

Die Universum Box-Promotion bietet bei einer Veranstaltung am 28. Januar im Ballsaal des Hamburger Grand Elysee Hotels einen Großteil ihrer Akteure auf. Geschäftsführer Waldemar Kluch kündigt einen attraktiven Boxabend an und rechnet mit zahlreichen Besuchern, die zweifellos auf ihre Kosten kommen werden.

Mit von der Partie ist Firat Arslan, der sich mit einem neuen Vertrag bei seinem alten Arbeitgeber Universum noch einmal nach oben boxen will. Der 41jährige Cruisergewichtler war von 2007 bis 2008 Weltmeister der WBA und möchte im kommenden Jahr vier Kämpfe bestreiten. Arslan, der 31 Siege, fünf Niederlagen und ein Unentschieden auf dem sportlichen Konto hat, erinnert sich gern an die Zeit bei Universum zurück und freut sich darauf, als Hauptkämpfer nach Hamburg zurückzukehren. Er sei körperlich in bester Verfassung, habe ausgezeichnete Werte und könne noch etliche gute Kämpfe liefern, wobei es ihm natürlich vor allem um einen Titelkampf gehe.

Der als trainingsfleißig bekannte Cruisergewichtler steht längst in der Vorbereitung und winkt ab, was Weihnachten und Silvester betrifft. Das gebe es für ihn nicht, da im neuen Jahr bereits die Sparringsphase beginne. Wie gut in Form Firat Arslan nach wie vor ist, unterstrich er zuletzt im Juli, als er an Lubos Suda Revanche nahm und ihn durch technischen K.o. in der fünften Runde besiegte. Schon für den 24. März ist ein Kampf um den Intercontinentaltitel geplant, der wieder in Hamburg über die Bühne gehen könnte. Zudem hat Arslan in den Verhandlungen den Wunsch geäußert, auch einmal in Göppingen und einmal in Stuttgart in der Nähe seines Wohnorts anzutreten.

In den Ring zurückkehren wird Exweltmeister Jürgen Brähmer, der erstmals seit 18 Monaten wieder boxt. Der Schweriner hat 36 Kämpfe gewonnen und zwei verloren. Ihm wurde der Titel des WBO-Champions im Halbschwergewicht aberkannt, nachdem er ihn mehrfach wegen Krankheit oder Verletzung nicht verteidigen konnte.

Im Schwergewicht tritt der in 29 Kämpfen ungeschlagene Denis Boitsow an, der im vergangenen Jahr harte Monate durchzustehen hatte. Im März mußte der Russe erneut an der Hand operiert werden, doch konnte er einen Härtetest gegen Matthew Greer in November schmerzfrei absolvieren und ist daher guten Mutes, 2012 seinen Aufstieg an die Weltspitze fortzusetzen.

Die höchsten Ränge kennt Ruslan Tschagajew aus eigener Erfahrung, der früher WBA-Weltmeister im Schwergewicht war. Er hat 27 Kämpfe gewonnen, einen unentschieden beendet und nur gegen Wladimir Klitschko und Alexander Powetkin verloren. Wie er selbstkritisch anmerkt, habe er Powetkin in der sechsten Runde an den Rand der Niederlage gebracht, doch sein Boxen nicht in allen Runden konstant umgesetzt. Er habe daraus gelernt und benötige unbedingt wieder Kampfpraxis. Im neuen Jahr wolle er sich in den Ranglisten wieder nach oben arbeiten und für einen Kampf um die Weltmeisterschaft empfehlen.

Im Cruisergewicht steigt der in elf Kämpfen ungeschlagene Rachim Tschachkijew in den Ring, der zuletzt gegen den US-Amerikaner Michael Simms einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Der 28 Jahre alte frühere Olympiasieger soll in Hamburg seinen letzten Kampf über zehn Runden bestreiten und später im Jahr um einen internationalen Titel kämpfen.

Außerdem können sich die Zuschauer im Grand Elysee Hotel auf ein Wiedersehen mit Ina Menzer freuen, die im kommenden Jahr erneut Weltmeisterin werden will. Die 31jährige hat 27 Kämpfe gewonnen und nur einen verloren. Und nicht zuletzt sind der in 20 Profikämpfen ungeschlagene Federgewichtler Marcel Meyerdiercks und im Mittelgewicht Rafael Bejaran anzukündigen, der im Juni Gökalp Özekler vorzeitig besiegt hat.


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Amir Mansour muß wieder ins Gefängnis

Amir Mansour, der zwischen 2001 und 2010 eine Haftstrafe wegen Drogendelikten verbüßt hatte, kehrte nach seiner Entlassung in den Ring zurück und kämpfte sich mit sieben Siegen in Folge, bei denen er sechs Gegner vorzeitig bezwang, bis auf Platz sieben der WBO-Rangliste im Schwergewicht voran. Der 39jährige US-Amerikaner ist in 16 Kämpfen ungeschlagen und gilt dank seiner beträchtlichen Schlagwirkung als ein Kandidat, der in absehbarer Zeit die Chance auf einen Titelkampf bekommen könnte. Dieses Vorhaben muß Mansur jedoch vorerst auf Eis legen, da er wegen eines Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen zu weiteren vierzehn Monaten Gefängnis verurteilt worden ist.

Wie sein Manager Keith Stoffer mitteilte, entschuldige sich Amir Mansour dafür, seine Familie, seine Fans und seine Freunde im Boxsport enttäuscht zu haben. Er übernehme die volle Verantwortung für die Übertretung, die zu seiner neuerlichen Inhaftierung geführt hat. Er werde hart daran arbeiten, so früh wie möglich wieder entlassen zu werden, um dann so schnell wie möglich zu seiner Familie und seiner Boxkarriere zurückzukehren.

26. Dezember 2011



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