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MELDUNG/673: Hasim Rahman pocht auf Herausforderung Powetkins (SB)



US-Veteran will Marco Huck nicht den Vortritt lassen

Kaum hatte die Ankündigung der Titelverteidigung Alexander Powetkins gegen Marco Huck die Runde gemacht, als Hasim Rahman auch schon Einspruch erhob. Der US-Veteran besteht darauf, von seinem Vorrecht des Pflichtherausforderers Gebrauch zu machen und bis spätestens 27. Februar gegen den regulären WBA-Weltmeister im Schwergewicht anzutreten. Wie sein Promoter Greg Cohen geltend macht, habe Powetkin eine freiwillige Titelverteidigung gegen Cedric Boswell absolviert und müsse sich nun Rahman stellen. Er habe ein Schreiben der WBA, das diesen Sachverhalt bestätigt. Der Champion könnte nur dann gegen Huck boxen, wenn Hasim Rahman den Platz freimachte, was jedoch nicht geschehen werde.

Da der Berliner Promoter Sauerland Event das Duell zwischen Powetkin und Huck bereits für den 25. Februar in Stuttgart anberaumt hat, gilt es nun, Rahmans Team umzustimmen. Man kann wohl davon ausgehen, daß ein gewisser Geldbetrag und eine Zusage für einen späteren Zeitpunkt erforderlich sind, um den US-Amerikaner zu vertrösten. Lohnen würde sich diese Investition allemal, da der Kampf zwischen dem populären Marco Huck und seinem russischen Teamkollegen sicher besser zu vermarkten ist als ein Auftritt mit Hasim Rahman, der seit seiner Niederlage gegen Wladimir Klitschko im Dezember 2008 nur noch mit allenfalls zweitklassigen Kontrahenten im Ring gestanden hat.


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Gennadi Golowkins Wunschgegner ist Sergio Martinez

Natürlich sind die Meinungen unter den Weltmeistern geteilt, wer der beste Boxer im Mittelgewicht sei. Die Mehrzahl der Experten dürfte dem Argentinier Sergio Martinez diesen Rang zuerkennen, was sich mit dem Umstand deckt, daß ihn seine Konkurrenten fast regelmäßig als Wunschgegner nennen. Das gilt auch für WBA-Champion Gennadi Golowkin, wenngleich dieser nach wie vor auf den längst überfälligen Kampf gegen Felix Sturm wartet, der ursprünglich schon im Dezember über die Bühne gehen sollte. Sturm genießt als Superchampion der WBA eine nicht näher definierte Vorzugsbehandlung bei der Wahl seiner Gegner und ignoriert den in Stuttgart lebenden Kasachen geflissentlich, obwohl er nach den Regularien des Verbands gegen ihn antreten müßte.

Daher träumt der in 22 Kämpfen ungeschlagene Gennadi Golowkin schon einmal von Sergio Martinez, der in den USA kämpfe, sehr populär sei und über große Erfahrung verfüge. In der Tat hat der Argentinier mit seiner Bilanz von 48 Siegen, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden mehr als doppelt so viele Kämpfe bestritten, was Golowkin nicht daran hindert, ihm Schwächen bei der Technik und Taktik zu attestieren. Martinez sei mitnichten ein perfekter Boxer, und gegen ihn zu kämpfen, wäre das größte Vergnügen, macht der Kasache kräftig Werbung in eigener Sache.


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Nonito Donaire setzt Marsch durch die Gewichtsklassen fort

Obgleich ein Boxer der leichten Gewichtsklassen, rangiert der Philippiner Nonito Donaire weit oben in der Liste der weltbesten Akteure aller Limits, die von seinem Landsmann Manny Pacquiao angeführt wird. Dieser war Weltmeister in acht verschiedenen Gewichtsklassen und ist derzeit Champion im Weltergewicht. Auch Donaire setzt seinen Marsch durch die Gewichtsklassen fort. Nachdem er zuletzt im Bantamgewicht Omar Narvaez besiegt hat, tritt er am 4. Februar in San Antonio gegen Wilfredo Vazquez an, um sich den vakanten WBO-Titel im Superbantamgewicht zu sichern.

Der Kampf gegen Omar Narvaez hinterließ insofern einen schalen Geschmack beim Publikum, als sich dieser in eine allzu defensive Taktik flüchtete, um Donaires Angriffen nicht vorzeitig zum Opfer zu fallen. So langweilig wird der Kampf gegen den 27 Jahre Vazquez mit Sicherheit nicht werden, da dieser für seine Angriffslust bekannt ist. Während Nonito Donaire 27 Kämpfe gewonnen und einen verloren hat, stehen für seinen puertoricanischen Gegner 21 Siege, eine Niederlage und ein Unentschieden zu Buche.

27. Dezember 2011



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