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MELDUNG/707: Nachlese der gut besetzten Hamburger "Fight Night" (SB)



Firat Arslan macht kurzen Prozeß

Bei seiner Abendveranstaltung im Ballsaal des Hamburger Elysée Grand Hotels bot die Universum Box-Promotion so gut wie alles auf, was in ihren Reihen Rang und Namen hat. Neben den Siegen Jürgen Brähmers, Ruslan Tschagajews, Denis Boitsows und Rachim Tschachkijews, von denen in den beiden vorangegangenen Beiträgen die Rede war, konnten auch die übrigen Universum-Akteure ihre Auftritte erfolgreich gestalten.

Der zu seinem alten Boxstall zurückgekehrte Cruisergewichtler Firat Arslan trat in einem auf zehn Runden angesetzten Kampf gegen den argentinischen Aufbaugegner Orlando Antonio Farias an. Nach einem ausgeglichenen Auftakt fackelte Arslan nicht lange und schickte seinen Gegner in der zweiten Runde durch Schläge auf die Leber dreimal zu Boden. Bereits nach 2:18 Minuten dieses Durchgangs war die Entscheidung gefallen: Der Argentinier mußte sich durch technischen K.o. geschlagen geben. Während der Exweltmeister seine Bilanz auf 32 Siege, fünf Niederlagen und ein Unentschieden verbessern konnte, stehen für Orlando Antonio Farias nun 23 gewonnene und elf verlorene Auftritte zu Buche.

Firat Arslan zog nach seinem raschen Erfolg die positive Bilanz, sein Ziel sei es gewesen, einen guten Kampf zu machen und schnell zu gewinnen. Er freue sich, wieder bei der Universum Box-Promotion an Bord zu sein und danke Waldemar Kluch wie auch Dietmar Poszwa. Da er sich in bester körperlicher Verfassung befinde, habe er vor, noch einmal Weltmeister zu werden.

Dietmar Poszwa bezeichnete Firat Arslan als eine Herzensangelegenheit. Dieser sei ein hundertprozentiger Sportsmann, dessen Qualitäten man an diesem Abend eindeutig gesehen habe. Er habe eine überragende Leistung geboten und damit ein Zeichen gesetzt. Jetzt wolle man gemeinsam wieder angreifen und an die Spitze kommen.


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Ina Menzer besiegt Milena Koleva einstimmig nach Punkten

Die frühere Weltmeisterin im Federgewicht, Ina Menzer, bekam es in einem auf acht Runden angesetzten Aufbaukampf mit der Bulgarin Milena Koleva zu tun. Sie boxte konzentriert, wie man es von ihr kennt, hielt sich anfangs aber sichtlich zurück. Erst im Laufe der Zeit schien sie an Sicherheit zu gewinnen und traf ihre Gegnerin des öfteren mit ihrem Jab. Milena Koleva hielt zwar gut mit, doch fehlte es ihr einfach an Erfahrung, um Ina Menzer gefährlich zu werden oder deren einstimmigen Punktsieg abzuwenden.


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Vitali Tajbert setzt sich gegen José Luis Graterol durch

Im Superfedergewicht traf der ehemalige Champion Vitali Tajbert auf José Luis Graterol aus Venezuela, der sich einstimmig nach Punkten geschlagen geben mußte (78:74, 79:73, 78:76). Damit gewann der Stuttgarter auch seinen zweiten Auftritt unter der Regie des neuen Universum-Geschäftsführers Waldemar Kluch und verbesserte seine Bilanz auf 22 Siege sowie zwei Niederlagen. Tajbert boxte von Beginn an variabel und setzte dabei insbesondere auf Aufwärtshaken, wobei er keinen großen Wert auf eine solide Deckung legte. Damit handelte er sich etliche Treffer ein, die ihn jedoch nicht zu beeindrucken schienen. Graterol legte die größere Aktivität an den Tag, während sich Tajbert geraume Zeit aufs Kontern beschränkte. Gegen Ende des Kampfs erhöhte der Stuttgarter dann wieder das Tempo und boxte so einen recht deutlichen Punktsieg heraus.


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Rafael Bejaran neuer Europameister der WBO

Rafael Bejaran aus dem Universum-Boxstall kämpfte gegen den Polen Daniel Urbanski um die Europameisterschaft der WBO im Mittelgewicht. Zu Beginn war Bejaran der effektivere von beiden und konnte etliche Treffer ins Ziel bringen. Erst in der vierten Runde fand sein Gegner besser in den Kampf und setzte seinerseits Akzente, worauf die Kontrahenten einander im nächsten Durchgang einen offenen Schlagabtausch lieferten. Auch in der Folge gestaltete sich das Kräftemessen ausgeglichen und kulminierte in der achten Runde in einen weiteren Höhepunkt mit beiderseits hoher Schlagfrequenz.

Als die Gegner schließlich dem Tempo Tribut zollen mußten, war es Bejaran, der die Initiative übernahm, während Urbanski sich auf Konter verlegte. In der zwölften Runde setzte der Lokalmatador seinen Widersacher noch einmal mächtig unter Druck, der zu Boden ging und angezählt wurde. Urbanski kam zwar wieder auf die Beine und hielt bis zum Schlußgong durch, doch ging der einstimmige Punktsieg an Rafael Bejaran (116:111 120:107, 117:110), der sich den wohlverdienten Gürtel umlegen durfte.


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Marcel Meyerdiercks dominiert Brasilianer Santos de Jesus

Der ungeschlagene Federgewichtler Marcel Meyerdiercks bekam es mit dem Brasilianer Santos de Jesus zu tun, dem es dank seiner Beweglichkeit gelang, in den frühen Runden des öfteren mit schnellen Kombinationen klare Treffer ins Ziel zu bringen. Der Wismarer ließ sich jedoch nicht ins Bockshorn jagen, setzte auf seine stabile Defensive und kam mit zunehmender Kampfdauer immer besser zum Zuge. Er brachte seine Führhand gut zur Geltung und bereitete dem Brasilianer mit Kombinationen beträchtliche Schwierigkeiten, so daß er am Ende auch seinen 21. Profikampf klar nach Punkten für sich entscheiden konnte (80:72, 80:72, 80:72).

31. Januar 2012



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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