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MELDUNG/708: Hochsaison für Gipfeltreffen aller Klassen (SB)


Vorschau auf ausgewählte Profikämpfe der kommenden Wochen


4. Februar: Yoan Pablo Hernandez gegen Steve Cunningham

Der Kubaner Yoan Pablo Hernandez und Steve Cunningham aus den USA, die beide beim Berliner Promoter Sauerland Event unter Vertrag stehen, tragen in Frankfurt am Main eine Revanche aus. Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen am 1. Oktober 2011 hatte sich der von Ulli Wegner trainierte Hernandez mit einer technischen Entscheidung durchgesetzt und den IBF-Titel im Cruisergewicht gesichert. Damals brachte der Kubaner dank eines furiosen Auftakts seinen Gegner bereits in der ersten Runde mit einem Volltreffer an den Rand einer Niederlage. Der routinierte US-Amerikaner kam jedoch wieder auf die Beine, fand in den Kampf zurück und setzte sich immer besser in Szene, wobei er Hernandez freilich mit unabsichtlichen Kopfstößen zwei Rißwunden zufügte, die schließlich zum Abbruch nach der sechsten Runde führten. Da der Kubaner zu diesem Zeitpunkt auf zwei der drei Punktezettel vorn lag, wurden ihm Sieg und Titel zuerkannt.

Steve Cunningham, der sich mit zunehmender Kampfdauer gute Chancen auf den Sieg ausgerechnet hatte, haderte natürlich mit diesem für ihn unglücklichen Ausgang des Duells, der ihn den Gürtel des Weltmeisters kostete. Auch die IBF hatte ihre Zweifel und ordnete zwei Wochen später einen baldigen Rückkampf an, da die Verletzungen des Kubaners ihres Erachtens nicht gravierend genug waren, um einen Abbruch zu rechtfertigen. Hernandez macht aus der Not eine Tugend und erklärt nun zuversichtlich, daß ihm die Revanche die Gelegenheit gebe, erneut unter Beweis zu stellen, daß er der Bessere von beiden sei. Während er bislang 25 Profikämpfe gewonnen und nur einen verloren hat, stehen für Cunningham 24 Siege und drei Niederlagen zu Buche.


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4. Februar: Enad Licina gegen Alexander Alexejew

Bei der hochkarätig besetzten Gala der Cruisergewichtler in Frankfurt am Main kämpfen Enad Licina und Alexander Alexejew um den vakanten Titel des Europameisters. Der bei Promoter Sauerland unter Vertrag stehende Licina hat 21 Kämpfe gewonnen und nur einen verloren. In der Rangliste der IBF wird er derzeit an fünfter Stelle notiert. Er steigt als Außenseiter in den Ring, doch kann er nicht damit rechnen, daß ihn Alexejew deswegen auf die leichte Schulter nimmt.

Der 30 Jahre alte Alexander Alexejew war früher Amateur- und Militärweltmeister, weshalb er nach seinem Wechsel ins Profilager lange als künftiger Champion gehandelt wurde. Unter der Regie der Hamburger Universum Box-Promotion arbeitete er sich in den Ranglisten weit nach oben, bis ihn zwei vorzeitige Niederlagen gegen Victor Emilio Ramirez und Denis Lebedew zurückwarfen. Mit einer Bilanz von 22 Siegen und den beiden verlorenen Kämpfen steht er heute bei Promoter Erol Ceylan unter Vertrag, wo er von Cheftrainer Oktay Urkal betreut wird.


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4. Februar: Julio Cesar Chavez gegen Marco Antonio Rubio

Weltmeister Julio Cesar Chavez verteidigt in San Antonio den WBC-Titel im Mittelgewicht gegen seinen Pflichtherausforderer Marco Antonio Rubio. Chavez hat 44 Kämpfe gewonnen und einen unentschieden beendet, für den Herausforderer stehen 53 Siege, fünf Niederlagen sowie drei Unentschieden zu Buche.

Ursprünglich hatte das World Boxing Council (WBC) auf dem Konvent in Las Vegas einen Kampf zwischen Julio Cesar Chavez und dem Argentinier Sergio Martinez angeordnet, den dieser Verband als Diamondchampion führte. Nach Angaben von Chavez' Manager Oswaldo Kuchle wurde jedoch mit dessen Promoter Lou DiBella eine Einigung erzielt, der zufolge der Sieger des bevorstehenden Kampfs gegen Martinez antritt. Offenbar gelang es nicht, die Meinungsverschiedenheiten restlos auszugeräumen, da der Argentinier unterdessen den Gürtel des WBC unter Protest gegen dessen Verfahrensweise niedergelegt hat.


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18. Februar: Vitali Klitschko gegen Dereck Chisora

Vitali Klitschko verteidigt in der Olympiahalle München den Titel des WBC im Schwergewicht gegen den Briten Dereck Chisora. Der 27 Jahre alte Herausforderer wird in der unabhängigen Weltrangliste an Nummer 14 geführt. Er war 2010/2011 britischer und Commonwealthchampion. Seinen letzten Kampf um die Europameisterschaft im Schwergewicht verlor er umstritten nach Punkten gegen den Finnen Robert Helenius, der bei Sauerland Event unter Vertrag steht. Im Dezember 2010 sollte Chisora gegen Wladimir Klitschko antreten, doch mußte der Ukrainer wegen einer Verletzung absagen. Auch der im Frühjahr 2011 neu angesetzte Kampf kam nicht zustande, weil Klitschkos Verletzung nicht auskuriert war. Da unterdessen das hochkarätige Duell mit David Haye ausgehandelt wurde, ging man davon aus, daß Chisora nicht zuletzt deswegen als nachrangige Option den kürzeren zog. Für den Briten stehen 15 Siege und zwei Niederlagen zu Buche, eine davon gegen seinen aufstrebenden Landsmann Tyson Fury.

Der 40 Jahre alte Weltmeister hat 43 Auftritte gewonnen und dabei 40 Gegner vorzeitig besiegt. In zwei Kämpfen mußte er sich wegen Verletzungen geschlagen geben. Der Ukrainer hält mit 93 Prozent die beste K.o.-Quote aller Zeiten im Schwergewicht. Er ist neben Legenden wie Muhammad Ali, Evander Holyfield und Lennox Lewis einer der wenigen Schwergewichtler, die dreimal Weltmeister geworden sind. Zuletzt besiegte er den Polen Tomasz Adamek vor 43.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Breslau durch technischen K.o. in der zehnten Runde. In München bestreitet Vitali Klitschko bereits seinen 16. Kampf um die Weltmeisterschaft.


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18. Februar: Johnathon Banks gegen DaVarryl Williamson

Im Vorprogramm der Titelverteidigung Vitali Klitschkos in der Münchner Olympiahalle gegen Dereck Chisora kommt es zu einem weiteren Schwergewichtskampf. Johnathon Banks und DaVarryl Williamson sollten ursprünglich bereits am 10. Dezember aufeinandertreffen, doch mußten sie sich wegen der damaligen verletzungsbedingten Absage Wladimir Klitschkos in Geduld üben und mit einer Verschiebung des Termins anfreunden.

Banks, der 27 Kämpfe gewonnen, einen verloren und einen weiteren unentschieden beendet hat, steht bei der Promotion K2 der Klitschkos unter Vertrag. Der bereits 43 Jahre alte Williamson kann auf 27 Siege und sechs Niederlagen zurückblicken. Beide haben schon einmal um die Weltmeisterschaft gekämpft und verloren: DaVarryl Williamson mußte sich 2005 in einem wenig attraktiven Duell dem IBF-Champion Chris Byrd knapp nach Punkten geschlagen geben. Johnathon Banks unterlag 2009 dem damaligen IBF-Weltmeister im Cruisergewicht, Tomasz Adamek aus Polen, durch technischen K.o. in der achten Runde.


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18. Februar: Chris Arreola gegen Eric Molina

Der US-amerikanische Schwergewichtler Chris Arreola hat bislang 34 Kämpfe gewonnen und zwei verloren. Für das Jahr 2012 kündigt sein Trainer Henry Ramirez an, man werde gegen stärkere Gegner antreten, um sich auf einen Titelkampf gegen Wladimir Klitschko vorzubereiten. Arreola, der aus einer Familie mexikanischer Einwanderer stammt, trifft auf Eric Molina, der 18 Siege und eine Niederlage auf dem Konto hat. Ob es sich bei diesem Gegner tatsächlich um einen ernsthaften Prüfstand der Bereitschaft handelt, sich mit dem Weltmeister zu messen, muß mit einem Fragezeichen versehen werden.

Dem deutschen Boxpublikum dürfte Chris Arreola seit dessen Kampf gegen Vitali Klitschko bekannt sein, den er am 26. September 2009 im Staples Center in Los Angeles herausforderte. Wenngleich die überwiegend hispanischen Zuschauer ihren Favoriten frenetisch anfeuerten, bekam dieser nur selten Gelegenheit, nennenswerte Treffer zu plazieren. Klitschko dominierte eindeutig das Geschehen und zermürbte den Herausforderer mit zahlreichen schweren Schlägen, bis der Ringrichter aufgrund des einseitigen Kampfverlaufs nach Ende der zehnten Runde auf Abbruch entschied.


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18. Februar: Rudy Markussen gegen Brian Magee

Der Däne Rudy Markussen tritt vor heimischem Publikum in der Kopenhagener Broendby-Halle gegen den Interimschampion der WBA im Supermittelgewicht, Brian Magee aus Nordirland, an. Der 34 Jahre alte Markussen hat seit seinem Comeback 2010 vier Kontrahenten allesamt vorzeitig bezwungen und seine Bilanz auf 37 Siege und zwei Niederlagen ausgebaut. Brian Magee, dessen sportliches Konto 35 gewonnene und vier verlorene Kämpfe sowie ein Unentschieden aufweist, ist aber auch nicht von schlechten Eltern. Der Nordire hat unter anderem Markussens Landsmann Mads Larsen besiegt und gilt als außerordentlich zäher Boxer, dessen Kampfeswillen gefürchtet ist.

Der Däne hat jedoch den Heimvorteil auf seiner Seite und da er erstmals seit über fünf Jahren wieder in Kopenhagen auftritt, kündigt er eine Sternstunde für sich und seine Fans an. Er habe während seiner Pause nie an sich gezweifelt und stets gewußt, daß sein großer Tag kommen werde. Mit Hilfe des Kopenhagener Publikums wolle er ein Zeichen setzen, an das man sich noch lange erinnert. Auch Promoter Nisse Sauerland weiß um die Qualitäten Brian Magees, glaubt aber dennoch fest an den Sieg Rudy Markussens. Der Däne habe diese Titelchance verdient, und man sei froh, ihm die Unterstützung seiner Fans sichern zu können.


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25. Februar: Marco Huck gegen Alexander Powetkin

Marco Huck trifft bei seinem Debüt im Schwergewicht in Stuttgart auf seinen Teamkollegen Alexander Powetkin, den regulären Weltmeister der WBA. Der amtierende WBO-Champion im Cruisergewicht hatte sein ambitioniertes Vorhaben gegen den Rat seines Trainers Ulli Wegner und Promoter Sauerlands durchgesetzt. Obgleich Powetkin derzeit als bester Schwergewichtler nach den Klitschkos gilt, zeigt sich Huck zuversichtlich, den Russen besiegen zu können. Er sei ein echter Champion und verfüge über große Erfahrung, macht der 27jährige Herausforderer für sich geltend. Zudem habe Powetkin an das gemeinsame Sparring nicht die besten Erinnerungen: "Ich bin absolut überzeugt, den Kampf gewinnen zu können."

Sollte Marco Huck diesen Kampf für sich entscheiden, wäre er der erste deutsche Schwergewichtsweltmeister nach Max Schmeling und offizieller Herausforderer Wladimir Klitschkos. Huck muß nicht wie üblich seinen WBO-Titel im Cruisergewicht niederlegen, sondern darf nach dem Kampf entscheiden, ob er im Schwergewicht bleibt oder in seine angestammte Gewichtsklasse zurückkehrt. Während Marco Huck 34 Auftritte gewonnen und einen verloren hat, stehen für den ungeschlagenen Alexander Powetkin 23 Siege zu Buche.


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25. Februar: Nathan Cleverly gegen Tommy Karpency

Nathan Cleverly tritt erstmals seit mehr als vier Jahren wieder in seiner walisischen Heimat an, um den Titel des WBO-Weltmeisters im Halbschwergewicht in Cardiff gegen den US-Amerikaner Tommy Karpency zu verteidigen. Wenngleich ihm die rückhaltlose Unterstützung seiner Landsleute gewiß ist, hätte man sich doch einen namhafteren Herausforderer als den US-Amerikaner gewünscht, der 21 Siege, zwei Niederlagen sowie ein Unentschieden aufzuweisen hat und in der unabhängigen Weltrangliste erst auf Platz 83 erscheint.

Der in 23 Profikämpfen ungeschlagene Waliser will nach langer Abwesenheit seinen Landsleuten eine mitreißende Vorstellung geben. Er weist auf die Qualitäten seines Gegners hin, der im vergangenen Jahr mit Karo Murat über die volle Distanz gegangen ist. Der Berliner aus dem Sauerland-Boxstall hatte im Herbst 2010 in einem Ausscheidungskampf gegen Nathan Cleverly, dessen Sieger zum Interimschampion gekürt wurde, seine Haut teuer zu Markte getragen, ehe er sich schließlich geschlagen geben mußte.


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3. März: Wladimir Klitschko gegen Jean-Marc Mormeck

Wladimir Klitschko verteidigt in der Düsseldorfer Esprit-Arena seine vier Titel im Schwergewicht gegen den aus Guadaloupe stammenden Franzosen Jean-Marc Mormeck. Bei seinem letzten Auftritt hatte sich der Ukrainer am 2. Juli im Hamburger Fußballstadion einstimmig nach Punkten gegen David Haye durchgesetzt. In einem anspruchsvollen und temporeichen Kampf machte der Brite eine bessere Figur als die meisten seiner Vorgänger und verwehrte dem Ukrainer den angekündigten vorzeitigen Erfolg. Der 35jährige Ukrainer bestreitet gegen Mormeck bereits seinen 20. Titelkampf. Er hat 56 Profikämpfe gewonnen und drei verloren, wobei die Niederlagen inzwischen mehrere Jahre zurückliegen.

Der 39 Jahre alte Franzose ist derzeit internationaler Champion der WBA. Seine Bilanz weist 36 Siege und vier Niederlagen auf, wobei er zwei Kämpfe relativ früh in seiner Profilaufbahn verloren hat, als er noch recht unerfahren war. Im Jahr 2002 wurde Mormeck durch einen vorzeitigen Sieg über Virgil Hill WBA-Weltmeister im Cruisergewicht. Diesen Titel konnte er in der Folge mehrmals erfolgreich verteidigen. Zwar unterlag er O`Neil Bell, doch gewann er die Revanche und holte sich damit die Gürtel der Verbände WBA und WBC zurück.

Seine bislang letzte Niederlage bezog Jean-Marc Mormeck im November 2007 gegen David Haye, den er in der vierten Runde seiner Titelverteidigung am Boden hatte. Dennoch unterlag der Franzose durch technischen K.o. in der siebten Runde. Im Jahr 2009 stieg Mormeck ins Schwergewicht auf, wo er bislang drei Kämpfe bestritten und alle gewonnen hat. Dabei besiegte er unter anderem den mehrfachen Nordamerikanischen Meister Fres Oquendo und den Usbeken Timur Ibragimow. Mormeck wird von den Verbänden WBA, IBF, WBO und IBO unter den fünfzehn besten Schwergewichtsboxern geführt.


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7. März: Daniel Geale gegen Osumanu Adama

Daniel Geale verteidigt den Titel des IBF-Weltmeisters im Mittelgewicht gegen den Pflichtherausforderer Osumanu Adama. Der Australier hatte sich den Gürtel des Champions im Mai 2011 durch einen Sieg über Sebastian Sylvester aus dem Sauerland-Boxstall gesichert und im August durch einen einstimmigen Punktsieg gegen den Nigerianer Eremosele Albert erstmals erfolgreich verteidigt.

Bei dem Kampf in Hobart in seiner Heimatprovinz Tasmanien handelt es sich also um die zweite Titelverteidigung Daniel Geales, der bislang 26 Gegner besiegt hat und nur eine Niederlage hinnehmen mußte. Osumanu Adama, der 20 gewonnene und zwei verlorene Auftritte auf dem Konto hat, setzte sich im Oktober 2011 in einem Ausscheidungskampf gegen Roman Karmazin durch, der durch technischen K.o. in der neunten Runde unterlag.


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17. März: Sergio Martinez gegen Matthew Macklin

Sergio Martinez, der in der unabhängigen Weltrangliste an Nummer eins im Mittelgewicht geführt wird, tritt in New York gegen den Iren Matthew Macklin an. Der 36jährige Argentinier hat den Diamond-Titel des WBC niedergelegt, da ihn der Verband nicht sofort gegen den regulären Weltmeister Julio Cesar Chavez um seinen früheren Gürtel kämpfen läßt. Er wolle fortan nur den Gürtel des Ring Magazine verteidigen, den er im Kampf gegen Kelly Pavlik gewonnen habe. Martinez, der 48 Siege, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden vorzuweisen hat, steigt gegen Macklin als klarer Favorit in den Ring.

Für den Iren stehen bislang 28 Siege und drei Niederlagen zu Buche. Am 25. Juni unterlag der 29jährige in der KölnArena dem WBA-Superchampion Felix Sturm knapp und umstritten nach Punkten. Dieser bot ihm eine Revanche an, um den Vorwurf aus der Welt zu schaffen, er sei als Titelverteidiger und Lokalmatador bevorteilt worden. Macklin zog jedoch einen Kampf gegen Martinez vor, der wie er bei Promoter Lou DiBella unter Vertrag steht.


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17. März: Cecilia Braekhus gegen Anne Sophie Mathis

Cecilia Braekhus und Anne Sophie Mathis machen untereinander aus, wer von beiden gegenwärtig die weltbeste Boxerin im Weltergewicht ist. Die Norwegerin ist in 19 Profikämpfen ungeschlagen und Weltmeisterin dreier Verbände in dieser Gewichtsklasse. Sie steht beim Berliner Promoter Sauerland Event unter Vertrag und wird von Ulli Wegner trainiert. Das Gipfeltreffen geht in Dänemark über die Bühne, wo Cecilia Braekhus dank etlicher früherer Auftritte mit einem zugewandten Publikum rechnen kann.

Die Französin Anne Sophie Mathis hat 26 Auftritte gewonnen und einen verloren. Sie kann eine beeindruckende K.o.-Quote von mehr als 80 Prozent vorweisen und hat zuletzt die bis dato als stärkste Weltergewichtlerin geltende US-Amerikanerin Holly Holm mit einem Niederschlag in der siebten Runde vom Thron gestoßen. Für den Fall ihres Sieges hat die Französin bereits im Juni eine Revanche gegen Holm eingeplant.


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31. März: David Tua gegen Monte Barrett

David Tua und Monte Barrett stehen einander zum dritten Mal im Ring gegenüber, wobei auch dieser Kampf in Neuseeland stattfindet. Als die beiden im Juli 2010 erstmals aufeinandertrafen, trennten sie sich mit einem Unentschieden, dessen sich Tua glücklich schätzen konnte. Der Neuseeländer ging in der letzten Runde erstmals in seiner Karriere zu Boden und wäre um ein Haar ausgezählt worden. Bei der Revanche im August 2011 machte der US-Amerikaner in der zwölften Runde Bekanntschaft mit den Brettern, doch gewann er am Ende einstimmig nach Punkten.

David Tua will vor heimischem Publikum versuchen, seine Bilanz gegen Barrett zu verbessern. Während der Neuseeländer 52 Kämpfe gewonnen, vier verloren und zwei unentschieden beendet hat, stehen für den US-Amerikaner 35 Siege, neun Niederlagen und zwei Unentschieden zu Buche.


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31. März: Orlando Salido gegen Juan Manuel Lopez

In Puerto Rico kommt es zur Revanche zwischen WBO-Weltmeister Orlando Salido und dem ehemaligen Champion im Superbantam- und Federgewicht, Juan Manuel Lopez. Während der Puertoricaner 31 Kämpfe gewonnen und nur gegen Salido verloren hat, stehen für diesen neben 37 Siegen bereits elf Niederlagen sowie zwei Unentschieden zu Buche.

Der Sieg Orlando Salidos über Juan Manuel Lopez gehörte zu den größten Überraschungen des Jahres 2011. Nachdem Salido zuvor klar gegen den Kubaner Yuriorkis Gamboa verloren hatte, trat er am 16. April als Außenseiter gegen den Puertoricaner an. Der Mexikaner kämpfte jedoch so offensiv und wirkungsvoll, daß Lopez nach zahlreichen Treffern in der fünften Runde zu Boden gehen mußte und schließlich in der achten aus dem Kampf genommen wurde, da er seinem Gegner nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

1. Februar 2012



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