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MELDUNG/726: Deutscher Verbandspräsident fordert 100.000 Dollar Strafe für Chisora (SB)



Thomas Pütz schlägt überdies lebenslange Sperre vor

Dereck Chisora droht nach dem Eklat im Umfeld seines verlorenen Titelkampfs gegen WBC-Weltmeister Vitali Klitschko eine hohe Geldbuße. Thomas Pütz, der Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), hat beim Weltverband WBC eine Strafe von insgesamt 100.000 Dollar für den Briten vorgeschlagen und gleichzeitig beim Veranstalter K2 den Einbehalt dieser Summe gefordert. Damit ist die ursprünglich geforderte Geldstrafe um 50.000 Dollar gestiegen. Nach aktuellem Stand soll die Ohrfeige beim Wiegen 50.000 Dollar kosten, und jeweils 25.000 Dollar sind für das Anspucken von Wladimir Klitschko im Ring und Chisoras Rolle bei der Prügelei mit seinem Landsmann David Haye auf der Pressekonferenz vorgesehen.

Pütz hat einen Bericht an den englischen Verband und das World Boxing Council geschickt, in dem er eine lebenslange Sperre und 100.000 Dollar Strafe vorschlägt. Nach dem 14. März muß sich Chisora einer Anhörung vor dem britischen Profiboxverband stellen, bei der über einen mögliche Lizenzentzug und damit eine Sperre für den 27jährigen entschieden werden soll. Anschließend kommt es zu einer Anhörung vor dem WBC, wo die Höhe der Geldstrafe festgelegt wird. Die Hälfte der dann beschlossenen Summe wird dem örtlichen Verband, also dem BDB, überlassen, die andere geht an karitative Einrichtungen des WBC. Über eine Sperre in Deutschland entscheidet der BDB erst, wenn der englische Verband sein Strafmaß mitgeteilt hat. Unabhängig davon laufen die Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft gegen Chisora und seinen Kontrahenten David Haye.


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Marco Huck erhielt anonymen Drohbrief

Im Vorfeld der Titelverteidigung des regulären WBA-Weltmeisters im Schwergewicht, Alexander Powetkin, gegen Marco Huck sorgt ein anonymer Drohbrief für Irritationen. Der 27 Jahre alte Berliner hatte in seiner Fanpost ein Schreiben erhalten, in dem es auszugsweise heißt: "Jetzt wirst du von uns gejagt, solange bis wir dich haben. Auch deine Familie ist in großer Gefahr." Zudem wird Trainer Ulli Wegner in dem Brief bedroht. Wie Huck dazu erklärte, habe er vor nichts und niemandem Angst, mache sich aber Sorgen um seine Familie.

Sauerland Event teilte mit, daß man die Drohung ernstnehme und entsprechend reagiert habe. Das Schreiben sei an den Boxstall gegangen und in der Fanpost gefunden worden. Allerdings scheint sich die aktuelle Meldung der Bild-Zeitung auf einen Vorfall zu beziehen, der sich bereits im Januar ereignet hat. Er stehe wohl im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Zehn-Zimmer-Villa in Berlin, die Huck im Dezember gemeinsam mit seiner Familie bezogen hatte. Der Boxer selbst habe bei der Berliner Polizei Anzeige gegen Unbekannt gestellt, hieß es bei Sauerland. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen gebe es am Samstag nicht, und Hucks Team habe anders als berichtet in Stuttgart auch nicht das Hotel gewechselt. Lediglich beim Einmarsch in die Arena sei auf persönlichen Wunsch des Boxers zusätzliches Sicherheitspersonal engagiert worden.

24. Februar 2012



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