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MUSIKTHEATER - OPER/778: Bremen - "The Rake's Progress", Premiere am 27. Mai


Premiere Musiktheater: "The Rake's Progress"

Regisseur Michael Talke inszeniert Igor Strawinskys einzige Oper
Musikalische Leitung liegt bei Hartmut Keil

Premiere am 27. Mai im Theater am Goetheplatz in Bremen


Michael Talke inszeniert Igor Strawinskys einzige und selten gespielte Oper in englischer Sprache "The Rake's Progress" und erzählt das Schicksal des jungen Tom Rakewell auf märchenhaft-groteske Weise. Die Musikalische Leitung der Oper in drei Akten hat der 1. Kapellmeister des Theater Bremen, Hartmut Keil. Unter seiner Leitung singen Marysol Schalit (Anne Trulove), Hyojong Kim (Tom Rakewell) und Christoph Heinrich (Nick Shadow) die Titelpartien. Die Premiere findet am 27. Mai um 18:00 Uhr im Theater am Goetheplatz statt.

Voller Sehnsucht nach einem unbeschwerten Leben wird Tom Rakewell wie von Zauberhand ein großes Erbe beschert. Tom folgt Nick Shadow, seinem dubiosen Begleiter, nach London und lässt die glücksverheißende Idylle mitsamt seiner Geliebten Anne Trulove zurück. Ob es Glück ist, das Tom in der Großstadt findet, im Bordell bei Mother Goose oder in der Heirat einer bärtigen Jahrmarktsattraktion - diese Frage haben die Autoren der Oper bewusst in eine überdrehte, symbolreiche Groteske übersetzt. "Das Spiel zwischen Realität und Surrealität spiegelt sich sowohl im Bühnenbild als auch in der Musik wider", erzählt Dramaturgin Isabelle Becker. "Bühnenbildnerin Barbara Steiner arbeitet mit einer Traumästhetik, die sich durch wechselnde Bildwelten auszeichnet. Die Musik ist ebenso kontrastreich, changiert zwischen Bachs Matthäus- Passion, Mozarts Opern und Musical." Der Gemäldezyklus "A Rake's Progress" von William Hogarth (1733-35) diente dem Komponisten Igor Strawinsky als Inspiration für sein Gleichnis vom Aufstieg und Fall eines Suchenden, das er inmitten des Aufschwungs der Nachkriegszeit komponierte und dabei musikalisch auf die Kammeroper und den frühklassizistischen Stil der Mozart-Opern zurückgreift - ohne seine ganz eigene Tonsprache zu leugnen. Zusammen mit den im altenglischen Stil verfassten Versen der Dichter Wystan Hugh Auden und Chester Kallmann sind zehn Szenen von flirrender Leichtigkeit, märchenhaften Kuriositäten und berührender Emotionalität entstanden, die der Regisseur Michael Talke in seine groteske Bildsprache übersetzt

Michael Talke, geboren 1965, geboren, studierte Geschichte, Neue Literatur und Theaterwissenschaften in München. Von 1992 bis 1996 war er Regieassistent bei Frank Castorf an der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz Berlin. Seit 1996 ist er freischaffender Regisseur für Schauspiel und Oper. Er war unter anderem am Deutschen Theater Berlin, am Luzerner Theater, am Schauspiel Hannover, am Thalia Theater Hamburg, an den Schauspielhäusern Köln und Düsseldorf, dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, dem Theater Aachen, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Staatstheater Braunschweig und dem Schauspiel Leipzig engagiert. Am Theater Bremen inszenierte er zuletzt Donizettis komische Oper "L'elisir d'amore", Verdis "Rigoletto" und Gioacchino Rossinis "Il barbiere di Siviglia".

Premiere am 27. Mai um 18:00 Uhr im Theater am Goetheplatz

Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Regie: Michael Talke
Bühne: Barbara Steiner
Kostüme: Regine Standfuss
Chor: Alice Meregaglia
Dramaturgie: Isabelle Becker

Mit: Christian-Andreas Engelhardt, Christoph Heinrich, Hyojong Kim, Loren Lang, Ulrike Mayer, Nathalie Mittelbach, Allan Parkes, Marysol Schalit.

Chor des Theater Bremen.
Es spielen die Bremer Philharmoniker.

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Quelle:
Theater Bremen
Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen
Theaterkasse Tel. 0421/3653-333
oder online tickets.theaterbremen.de
Internet: www.theaterbremen.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 18. Mai 2018

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