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GEFAHR/050: Aufgepaßt mit kleinen Extras für das Haustier (TSB)


Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes

vom 15. Dezember 2006


Weihnachten auch Fest der Tierliebe:
Aufgepasst mit kleinen Extras für Hund, Katze und Co.!

Wer seinem Haustier zum Feste etwas Gutes tun möchte, sollte einige Regeln beachten, so der Deutsche Tierschutzbund e.V. Tierfreundinnen und Tierfreunde sollten zum Schutz der Vierbeiner darauf verzichten, zusätzliche Leckereien von der Festtafel zu verfüttern. Auch Spielzeuggeschenke wollen sorgfältig ausgewählt sein. Viele Bälle, Kauspielzeuge etc. bergen Gefahren für das Tier. Weihnachtsschmuck und Kerzenwachs sind oft Quellen unnötigen Tierleids zur Weihnachtszeit.

Viele Menschen wollen auch ihren geliebten Tieren zu Weihnachten eine Freude bereiten. Es mag verlockend sein, auch den vierbeinigen Familienmitgliedern von der festlich gedeckten Tafel etwas zu reichen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Denn gewürzte Speisen können oft zu Verdauungsproblemen führen. Auch Schokolade ist für Hunde und Katzen schädlich. Solche Schlemmereien enden dann schnell beim tierärztlichen Notdienst!

Besonders beim Kauf von Spielzeug als Geschenk appelliert der Deutsche Tierschutzbund an die Vernunft. Es gilt unbedingt darauf zu achten, dass die Spielzeuge artgerecht sind und keine Verletzungsgefahren bergen. Zu kleine Spielzeuge oder die Innenteile von quietschenden Gegenständen können im Eifer des Spiels schnell verschluckt werden oder beim Kauen zersplittern. Von Tennisbällen als Kauspielzeug für Hunde ist ebenfalls abzuraten. Die Oberfläche wirkt auf die Zähne wie Schmirgelpapier.

Keinesfalls tiergerecht sind Röhrensysteme aus Plastik, wie sie für Hamster angeboten werden. In diesen Plastikgängen können die Tiere stecken bleiben und sogar ersticken. Auch Laufräder aus Kunststoff sind als Käfiginventar ungeeignet: Zum einen sind sie oft scharfkantig und somit verletzungsträchtig, zum anderen nagen die munteren Vierbeiner den Kunststoff gern an, was beim Verschlucken zu gefährlichen inneren Verletzungen führen kann. Konstruktionen wie das so genannte "Hamsterauto" sind als äußerst tierquälerisch einzustufen. Spiegel und Schaukeln im Wellensittich-Käfig mögen vielleicht dem Halter gefallen, dem Tier ersetzt der Spiegel jedoch nicht den für das Wohlbefinden unerlässlichen Artgenossen.

Wer sich bei der Bescherung auch an den Bedürfnissen seines Tieres ausrichtet und es vor Gefahrenquellen wie Geschenkpapier, Lametta oder Kerzenwachs schützt, für den wird das Fest mit seinen "tierischen Freunden" sicher ein freudiges Zusammensein.


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Quelle:
Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes e.V.
vom 15. Dezember 2006
Herausgeber: Deutscher Tierschutzbund e.V., Bundesgeschäftsstelle
Baumschulallee 15, 53115 Bonn,
Tel: 0228/60496-24, Fax: 0228/60496-41,
E-Mail: presse@tierschutzbund.de,
Internet: www.tierschutzbund.de