Schattenblick →INFOPOOL →UMWELT → FAKTEN

VERKEHR/881: Wirtschaftsministerium Saar nimmt E-Autos von Peugeot als Dienstfahrzeuge (Irene Feldbauer)


Wirtschaftsministerium Saar nimmt E-Autos von Peugeot als Dienstfahrzeuge

von Irene Feldbauer, 11. November 2011


Das Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlands wird künftig für einen Teil seiner Dienstfahrten die Elektroautos i0n von Peugeot einsetzen. Am 10. November 2011 nahm Minister Dr. Christoph Hartmann eines der Elektromobile von Mario Manns, Leiter Key Account Management von Peugeot Deutschland, entgegen. "Peugeot Deutschland konnte mit dem i0n als erster der für uns in Frage kommenden Anbieter sofort ein serienmäßiges Elektroauto liefern, sagte der Minister. "Meine Mitarbeiter und ich freuen uns, dass wir mit diesem Fahrzeug jetzt emissionsfrei unterwegs sein können. Unser Ministerium übernimmt damit in puncto Elektromobilität eine Vorreiterrolle." Die Mitarbeiter des Ministeriums hatten vor der Übernahme eine Woche Gelegenheit, den i0n ausgiebig zu testen.

Um eine hohe Einsatzfrequenz zu gewährleisten, wurde unmittelbar vor dem Ministerium auch eine Ladestation eingeweiht, die das saarländische Unternehmen Hager gemeinsam mit Peugeot konzipiert und kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Dort kann der Peugeot i0n innerhalb von sechs Stunden vollständig aufgeladen werden. Mario Manns betonte die Alltagstauglichkeit des Peugeot Elektromobils: "Der Peugeot i0n deckt mit einer Reichweite von 150 Kilometern den Mobilitätsbedarf aller üblichen Fahrten im städtischen Bereich ab und ist bei kürzeren Strecken auch für die Autobahn geeignet. Wir freuen uns sehr, dass seine Vorzüge zunehmend auch das Interesse von Ministerien und öffentlichen Institutionen wecken."

Der Peugeot i0n ist das erste in Serie gebaute, viersitzige Elektroauto neuester Generation eines europäischen Herstellers. Sein dynamischer Elektromotor leistet 49 kW (67 PS) und ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. Seine Lithium-Ionen-Batterie kann an jeder herkömmlichen 220-Volt-Haushaltssteckdose innerhalb von sechs Stunden vollständig aufgeladen werden. Beim Schnellladevorgang an einer speziellen Starkstrom-Ladestation werden 80 Prozent der Gesamtkapazität in nur 30 Minuten erreicht. Sechs Airbags, zwei Isofix-Kindersitzhalterungen hinten, ABS, ESP mit ASR und Notbremsassistent machen ihn zu einem besonders sicheren Fahrzeug. Das zeigte er auch im anspruchsvollen EuroNCAP-Crashtest, in dem er vier von fünf möglichen Sternen erreichte.

Wenn erst kürzlich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) berichtete, dass nur wenige deutsche Bundesbehörden abgasarme Dienstwagen fahren, dann gibt das Saarländische Ministerium ein sehr zu begrüßendes Beispiel der Senkung der CO2-Emissionen. Abgesehen davon, dass der DUH-Bericht keine eingesetzten Elektromobile in Bundesbehörden nennen konnte, wurde bei einem im Juli 2011 durchgeführten "Dienstwagencheck" festgestellt, dass in 17 von 21 zur Bewertung herangezogenen Bundesbehörden die geltenden EU-Zielwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß überschritten werden. Bei zwölf davon wurden eine besonders "offensichtliche Übermotorisierung und zu hohe CO2-Emissionen" festgestellt.(*) Es bleibt zu hoffen, dass das Saarländische Beispiel Schule macht.


(*) Siehe "Dienstwagen von Bundesbehörden mit zu hohen CO2-Emissionen",
von Gerhard Feldbauer, in "Schattenblick" 6. Oktober 2011.
Schattenblick -> INFOPOOL -> UMWELT -> FAKTEN -> VERKEHR/859
http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/fakten/ufavk859.html


*


Quelle:
© 2011 by Irene Feldbauer
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin


veröffentlicht im Schattenblick zum 12. November 2011