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POLITIK/590: Schweiz - Umweltorganisationen sagen JA zum Stromgesetz (WWF Schweiz)


WWF Schweiz - Medienmitteilung, 27. März 2024

Umweltorganisationen sagen JA zum Stromgesetz

Am 9. Juni 2024 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über das Stromgesetz, den sogenannten Mantelerlass ab. Sämtliche Umweltorganisationen von Aqua Viva über Pro Natura bis WWF empfehlen, ein JA in die Urne zu legen.


Am 29. September hat das eidgenössische Parlament das Stromgesetz angenommen. Das Gesetz wurde im Ständerat einstimmig und im Nationalrat mit der Unterstützung aller Parteien beschlossen. Eine Gruppe kleiner Organisationen mit jeweils starken Partikularinteressen hat im Januar das Referendum dagegen ergriffen.

Das Stromgesetz ist ein umweltpolitischer Meilenstein. Ein JA bringt endlich genügend saubere Energie im Einklang mit Klima und Natur. Deshalb stehen sämtliche Schweizer Umweltorganisationen hinter dem Stromgesetz. Folgende Umweltorganisationen oder Organisationen mit einem Umweltfokus empfehlen ein JA in die Urne zu legen: Aqua Viva, Bird Life, Casafair, Greenpeace, Klima-Allianz, Klimastreik, Pro Natura, Protect Our Winters, Schweizerische Energie-Stiftung, Stiftung Landschaftsschutz, VCS, Verein Klimaschutz, WWF.

Vorteile der Vorlage überwiegen

Die wichtigsten Argumente des Umweltlagers sind:

  • Mehr Tempo bei der Energiewende: Das Stromgesetz ermöglicht den raschen Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie. Über 80 Prozent davon entstehen auf Gebäuden und bestehender Infrastruktur, der Rest wir mit dem neuen Gesetz auf wenig empfindliche Gebiete und Standorte gelenkt.
  • Unabhängigkeit vom Ausland: Unsere erneuerbaren Energien ermöglichen den Ausstieg aus Öl, Benzin und Gas. Auch der wachsende Strombedarf für Elektroautos, Wärmepumpen und Industrie kann künftig mit sauberer, einheimischer Energie abgedeckt werden.
  • Strom im Einklang mit der Natur: Das Stromgesetz klärt, wo der Ausbau der erneuerbaren Energien Priorität haben soll. Im Gegenzug werden ökologisch und landschaftlich wertvolle Gebiete für den Ausbau uninteressant.
  • Günstige, stabile Energiepreise: Die Energiekosten werden insgesamt sinken, weil Öl und Benzin durch günstigen erneuerbaren Strom ersetzt werden. Einheimischer Strom senkt überdies das Risiko für Preisschocks. Es werden keine neuen Abgaben eingeführt.
  • Weniger Energieverschwendung: Griffige Massnahmen im Gesetz verringern die unnötige Verschwendung von Strom und sorgen für eine effizientere Nutzung.

Die JA-Kampagne der Umweltorganisationen wird am 15. April vormittags an einer Pressekonferenz in Bern offiziell lanciert. Hier geht's zur Webseite: stromgesetz.ch

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Quelle:
Medienmitteilung, 27. März 2024
WWF Schweiz
Hohlstrasse 110, Postfach
8010 Zürich
Tel.: 044 297 21 21
E-Mail: service@wwf.ch
Internet: https://www.wwf.ch

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 2. April 2024

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