Schattenblick → INFOPOOL → UMWELT → VERANSTALTUNGEN


AKTION/258: 4. Ökumenischer Klimapilgerweg startet Sonntag in Münster, 16.-30.6.


Pilgerweg für Klimagerechtigkeit - 14. Juni 2019

4. Ökumenischer Klimapilgerweg startet am Sonntag in Münster

Klimapilger laufen zum Kirchentag nach Dortmund und weiter nach Bonn zur Forderungs-Übergabe


"Die Frage, wie wir den Klimawandel stoppen können, ist die große Gerechtigkeitsfrage dieses Jahrhunderts." Mit diesen Worten beschreibt Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin a. D., das Hauptziel des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit.

Alle Münsteraner/innen, die sich ganz praktisch für dieses Ziel einsetzen und einen Tag (oder mehrere) mitpilgern oder die Klimapilger verabschieden wollen, sind herzlich eingeladen zum

Startschuss des 4. Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit am Sonntag, 16. Juni, 9:30 Uhr Domplatz, Münster

Die erste Tagesetappe führt am Sonntag über rund 20 km nach Rinkerode. Dabei werden auch 2 Lamas mitlaufen (mit Pfarrerin Ulrike Schaich), denn Mensch und Tier "sitzen" beim Thema Klima im gleichen "Boot". Auf dem Weg werden die Klimapilger*innen in der Trinitatiskirche um 11 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst feiern und später die NABU-Station und den Wald-Klima-Lehrpfad "Hohe Ward" besuchen. Übernachtet wird am Gemeindehaus/ Pfarrzentrum Rinkerode mit Schlafsack und Isomatte. Schweres Gepäck kann in einem Begleitfahrzeug transportiert werden (Dank an das Malteser Hilfswerk Drensteinfurt).

Der Pilgerweg führt über insgesamt 12 Tagesetappen zunächst zum Evangelischen Kirchentag in Dortmund (Ankunft Mittwoch, 19.6. nachmittags) und dann weiter nach Bonn. Dort wollen die Klimapilger/innen am 1. Juli (Montag) ihre Forderungen in Form einer Resolution (Anlage) an Bundesumweltministerin Svenja Schulze übergeben.

Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führte 2018 von Bonn zur Welt-Klimakonferenz nach Katowice und wurde unterstützt von einem breiten ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen, darunter Brot für die Welt, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e.V., die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz und das Kindermissionswerk ?Die Sternsinger.

Münster wurde als Ort des Deutschen Katholikentages 2018 als besonders symbolischer Startort gewählt - so verdeutlicht der Weg zum ev. Kirchentag in Dortmund den konsequenten ökumenischen Anspruch des Weges.

Stimmen, Zitate und Fürsprachen zum Klimapilgerweg

Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn): "Der Ökumenische Pilgerweg ist eine Anregung, sich mit der Verantwortung für die Schöpfung auseinander zu setzen und durch eigenes Handeln zur Begrenzung der Klimaveränderung beizutragen.

Bischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge (Ev. Kirche Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz): "Der Klimawandel wird sich nur aufhalten lassen, wenn wir auf eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Chancen achten, regional und weltweit."

Erzbischof Dr. Ludwig Schick: "Wir dürfen die Gaben der Erde nachhaltig nutzen, aber sie nicht verbrauchen. Gott hat sie für alle Menschen aller Generationen gegeben."

Wolfgang Löbnitz Pilger, Mitglied der Pilgerbasis: "Das Wichtigste am Klimapilgerweg sind die Begegnungen am Wegesrand. Sie zeigen, dass die Menschen in ihrem Denken und Handeln zum Klima schon viel weiter und verantwortungsvoller sind, als die Politiker denken. Es wird Zeit, dass die Politiker was tun für eine enkelgerechte Welt!"

Jens Knölker, Pilger, Mitglied der Pilgerbasis: "Ich wünsche mir eine gerechtere Welt. Denn nur eine gerechte Welt, kann eine friedliche Welt sein. Gerechtigkeit bedeutet auch Gerechtigkeit für die Menschen in anderen Ländern, die nicht unseren Wohlstand teilen aber von den Folgen unseres oft sorglosen und verschwenderischen Lebensstils betroffen sind, sowie unseren Nachkommen gegenüber, die sich nicht dagegen wehren können, was wir ihnen hinterlassen.

Einladung zum Mitpilgern

Jede/r, die/der die Ziele des Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit unterstützen möchte, ist herzlich zum Mitpilgern eingeladen - egal ob es nur eine kurze Strecke oder ganze Tagesetappen sind. Die Pilgergruppe besteht sowohl aus einer festen Gruppe von Langzeitpilgern als auch wechselnden Tagespilgern. Die Pilger besuchen neben den "Schmerzpunkten" auch "Kraftorte" der Klimagerechtigkeit auf dem Weg und kommen mit evangelischen und katholischen Gemeinden und Initiativen vor Ort ins Gespräch. Sie feiern gemeinsam ökumenische Andachten und tanken Kraft im Gebet.

Forderungen und Resolution

Unterwegs sammeln die Klimapilger Unterschriften für ihre Resolution, mit der sie ihre Forderungen verdeutlichen. Die Resolution soll offiziell vom Kirchentag in Dortmund verabschiedet werden. Darin fordern die Pilger/innen u. a. die Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes bis Jahresende, die Abschaltung von mindestens 50 Prozent aller Kohlekraftwerke bis 2025 und den sozial verträglichen Abbau aller umwelt- und klimaschädlichen Subventionen.

Etappen

So, 16.06. Münster - Rinkerode
Mo, 17.06. Rinkerode - Herbern
Di, 18.06. Herbern - Lünen
Mi, 19.06. Lünen - Dortmund
Do, 20.06. DEKT 2019, Dortmund
Fr, 21.06. DEKT 2019, Dortmund
Sa, 22.06. DEKT 2019, Dortmund
So, 23.06. DEKT 2019, Dortmund - Herdecke
Mo, 24.06. Herdecke - Gevelsberg
Di, 25.06. Gevelsberg - Lennep
Mi, 26.06. Lennep - Dabringhausen
Do, 27.06. Dabringhausen - Köln-Dünnwald
Fr, 28.06. Köln-Dünnwald - Köln-Müngersdorf
Sa, 29.06. Köln-Müngersdorf - Brühl-Badorf
So, 30.06. Brühl-Badorf - Bonn

*

Quelle:
Presseinformation, 14.06.2019
Pilgerweg für Klimagerechtigkeit


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Juni 2019

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang