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DEMO/284: "Wir haben es satt!", Berlin 18.1. - Der Landwirtschaft eine Perspektive geben (BUND NI)


BUND Landesverband Niedersachsen e.V. - Hannover, 15. Januar 2020

Der Landwirtschaft eine Perspektive geben

BUND Niedersachsen ruft zur Teilnahme an "Wir haben es satt!"-Demo auf


In diesen Tagen starten auch in Niedersachsen zahlreiche Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern Richtung Berlin. Sie nehmen am 18. Januar an der Großdemonstration "Wir haben Agrarindustrie satt!" teil. Ein breites Bündnis aus Landwirtschaft und Gesellschaft fordert dort gemeinsam, dass sich die Bundesregierung jetzt den wichtigen Zukunftsaufgaben stellt, statt Bauernhöfe und Umwelt weiter die politischen Versäumnisse ausbaden zu lassen. Der BUND tritt dabei entschieden einer gesellschaftlichen Spaltung von Landwirtschaft und Naturschutz entgegen.

"Eine Landwirtschaft, wie es sie heute gibt, wird es in 15-20 Jahren hierzulande nicht mehr geben", sagt der BUND-Landesvorsitzende Heiner Baumgarten. "Niedersächsische Landwirte müssen in den kommenden Jahren enorme Umbrüche bewältigen. Dies wird ohne weiteres Höfesterben nur gelingen, wenn wir als Gesellschaft hinter ihnen stehen." Der BUND Niedersachsen begrüßt, dass Agrarministerin Otte-Kinast für Niedersachsen einen Gesellschaftsvertrag mit der Landwirtschaft anstrebt, um Bäuerinnen und Bauern bei diesem gesellschaftlich gewünschten Umbau zu unterstützen. Dazu gehören faire Preise für nachhaltig und ökologisch erzeugte Lebensmittel, aber auch eine Agrarförderung, die Mehrleistungen von Landwirten für den Natur- und Umweltschutz entsprechend honoriert.

Ein Schritt in die richtige Richtung sind die Ökomodellregionen, die das niedersächsische Landwirtschaftsministerium kurz vor Weihnachten in Holzminden, Goslar und Uelzen auf den Weg gebracht hat. "Regionalität bietet gute Chancen, Lebensmittel nachhaltig und wirtschaftlich zu erzeugen, zu verarbeiten und zu vermarkten", betont der BUND-Agrarexperte Tilman Uhlenhaut. "Sie eröffnet Landwirten eine neue Perspektive und erleichtert ihnen den Umstieg von nachhaltige Bewirtschaftungsformen."

Die Demonstration in Berlin wird von Tausenden Bäuerinnen und Bauern getragen. Zusammen mit rund 100 Organisationen aus der Zivilgesellschaft treten sie für eine Landwirtschaft und Lebensmittelpolitik ein, in der Bauern fair entlohnt werden und sich alle Menschen gesund ernähren können. Der BUND Niedersachsen ruft zur Teilnahme auf. "Fahren Sie nach Berlin und fordern Sie mit uns eine ökologische und soziale Agrarwende!", appelliert Baumgarten. "Setzen Sie sich für die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln und damit den Erhalt unserer Kulturlandschaft ein!"

Die Demonstration am 18.1. beginnt um 12 Uhr am Brandenburger Tor. Auf der Bühne sprechen die alternative Nobelpreis-Trägerin Vandana Shiva, Vertreter*innen von Fridays for Future, Imker*innen, Landwirte, Naturschützer*innen und viele mehr.

Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de

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Quelle:
Presseinformation vom 15.01.2020
Herausgeber:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
BUND Landesverband Niedersachsen
Goebenstr. 3a, 30161 Hannover
Tel.: 0511/965 69-0, Fax: 0511/662 536
E-Mail: presse.nds@bund.net
Internet: www.bund-niedersachsen.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 16. Januar 2020

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