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Rundbrief
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RUNDBRIEF/004: Gruß zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel 2009/2010 (SB)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Aus einer Stellungnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel anläßlich des
TV-Wahlkampfduells vom 13. September 2009 in der ARD, live aus Berlin:
"Es geht darum, daß jeder Mensch in diesem Land die Gesundheitsvorsorge
bekommt, die er braucht, und zwar unabhängig davon, wo er versichert ist.
Und ich werde als Bundeskanzlerin nicht zulassen, daß dieses aufgegeben wird,
daß dieses in irgendeiner Weise infrage gestellt wird."
Ist Ausbeutung und Verwertung steigerbar bis zur letzten Konsequenz? Nun, liebe
Freunde, gerade das erleben wir schon hier und heute und bereits in Echtzeit. Viel
beschworen und oft bestritten steht nun diese Steigerung entmenschlichten
Wirtschaftens und verwirtschafteten Seins auf der Schwelle unserer Gegenwart.
Mögen wir das vorweihnachtliche und gleichsam bösartige Versprechen unserer
obersten Regierungsautorität, der Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel, als Drohung
für unsere Zukunft und als Mahnung an unsere Würde für das nehmen, was es ist,
der Schritt über jede zumutbare Grenze.
Wenn Frau Merkel schwadroniert
über die Gesundheitswelt
und dem Menschen garantiert,
daß er nicht ins Abseits fällt,
meint sie nicht, er wird versorgt,
ganz egal, was sonst passiert,
weil er sich als Mensch verborgt,
wenn er an Substanz verliert
und deshalb ein Recht drauf hätte,
gerade als geschwächtes Glied
und gefesselt an die Kette,
auf den Dienst von Arzt und Schmied.
Nein, sie spricht vom neuen Recht,
uns're Bundeskanzlerin,
geht es jemandem mal schlecht,
ist nur die Verschuldung drin.
Dafür, sagt sie, steh' sie hier,
sorg, Volk, nur fürs höchste Gut,
fürs gesunde Arbeitstier,
Kita sorgt für deine Brut.
Die Gesundheit, höchstes Gut,
das, Genosse, das bist du,
und auf dich und auf dein Blut
greifen Staat und Wirtschaft zu.
Es sei denn, du sammelst dich
und schäumst auf zur roten Flut,
läßt sie scheitern fürchterlich
an der weihnachtlichen Wut.
Im besten Sinne dieses Wortes wünscht unseren Lesern und
Mitstreitern allen eine nachdenkliche Weihnachtszeit,
Ihre Schattenblick-Redaktion
23. Dezember 2009
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