Stiftung Kindergesundheit - 30.10.2025
Gesunde Zähne von Anfang an
Die Stiftung Kindergesundheit informiert über wirksame Kariesprävention bei Kindern und Jugendlichen
München, 30.10.2025 - Die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert. Heute sind fast 80 Prozent der Zwölfjährigen kariesfrei - ein international herausragender Wert. Diese positive Entwicklung zeigt: Aufklärung und Prävention wirken. Die Stiftung Kindergesundheit weist darauf hin, dass konsequente Zahnpflege, eine zuckerarme Ernährung und der richtige Umgang mit Fluorid entscheidend sind, damit Kinderzähne gesund bleiben.
Karies entsteht, wenn bestimmte Mundbakterien Zucker aus der Nahrung in Säuren umwandeln, die den Zahnschmelz angreifen. Eine wirksame Vorbeugung ruht auf drei Säulen: auf einer ausgewogenen Ernährung mit wenig Zucker, auf täglicher Mundhygiene - vom ersten Milchzahn an - und auf dem Schutz durch Fluoride. Werden diese Empfehlungen umgesetzt, lässt sich Karies in aller Regel vermeiden oder im Frühstadium stoppen.
Süßigkeiten und süße Getränke gehören zu den größten Risikofaktoren. Kinder sollten sie möglichst selten, und wenn dann vorzugsweise zu den Hauptmahlzeiten essen, damit der beim Kauen geförderte Speichelfluss den Zahnschmelz etwas schützen kann. Zuckerhaltige Getränke in Babyflaschen oder Trinklernbechern sollten grundsätzlich vermieden werden. Zahnschonende Produkte sind am "Zahnmännchen"-Symbol auf der Verpackung erkennbar.
Fluoride sind ein natürlich vorkommendes Spurenelement, das den Zahnschmelz widerstandsfähiger macht und die Neubildung von Karies hemmt. Ihre Wirkung ist seit Langem wissenschaftlich belegt. Fluoride wirken vor allem lokal - also direkt auf der Zahnoberfläche. Sie gelangen über fluoridhaltige Zahnpasta, Fluoridtabletten, fluoridiertes Speisesalz, Gele, Spüllösungen oder Lacke in die Mundhöhle.
Immer wieder wird behauptet, Fluorid in Zahnpasta sei giftig. Tatsächlich gilt: Wie bei vielen Stoffen entscheidet die Dosis über die Wirkung. In den Konzentrationen handelsüblicher Zahnpasten - bei Kindern bis 1.000 ppm, bei Erwachsenen 1.000-1.500 ppm - ist Fluorid völlig unbedenklich, wenn die empfohlene Zahnpastamenge nicht überschritten wird.
"Die Forschungsergebnisse zum Schutz durch Fluorid sind beeindruckend", erklärt Prof. Dr. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. "Fluorid schützt die Zähne zuverlässig und ist bei richtiger Anwendung für Kinder unbedenklich."
Prävention beginnt früh. Prävention beginnt früh. Bei den kinderärztlichen Untersuchungen U5, U6 und U7 sollen Kinderärztinnen und -ärzte auf Auffälligkeiten an Zähnen und Schleimhaut achten und Kinder bei Bedarf an eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt überweisen. Zudem erstatten die Krankenkassen für Kinder zwischen dem 6. Lebensmonat und dem vollendeten 6. Lebensjahr die Kosten für sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Das Auftragen von Fluoridlack zur Härtung des Zahnschmelzes wird zweimal pro Kalenderhalbjahr übernommen.
Auch ältere Kinder können von regelmäßiger Vorsorge profitieren: Zwischen dem 7. und 18. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen zahnärztliche Prophylaxeprogramme. Dazu gehören die Beurteilung von Mundhygiene und Zahnfleisch, altersgerechte Aufklärung, Ernährungsberatung, praktische Putzübungen und bei Bedarf eine lokale Fluoridierung. Fissuren und Grübchen an bleibenden Backenzähnen können zusätzlich versiegelt werden.
"Die große Verbesserung der Zahngesundheit bei Kindern ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Prävention wirkt, wenn sie konsequent umgesetzt wird", sagt Prof. Berthold Koletzko. "Eltern, Ärztinnen und Ärzte, pädagogische Fachkräfte in Kindergärten und Schulen und Gesundheitseinrichtungen tragen gemeinsam dazu bei, dass Kinder mit gesunden Zähnen aufwachsen und diese Gesundheit ein Leben lang behalten."
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Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Stiftung Kindergesundheit - 30.10.2025
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veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 7. November 2025
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