ROBIN WOOD-Pressemitteilung - 12. Januar 2026
ROBIN WOOD protestiert gegen Räumung der Waldbesetzung gegen die A39 in Lüneburg
Widerstand gegen A39 wird weitergehen
Heute Morgen gegen 7:30 Uhr haben Polizeikräfte damit begonnen, die Waldbesetzung in Lüneburg gegen den Bau der Autobahn A39 zu räumen. Unabhängige Klimaschützer*innen hatten dort am 13. Dezember 2025 in einem Waldstück im Lüner Holz Bäume besetzt und darin Baumhäuser errichtet.
Etwa 30 Polizist*innen, mindestens 13 Fahrzeuge und ein Rettungswagen waren heute früh in den Wald gefahren. Ab etwa 9:00 Uhr kamen Polizeikräfte einer kletternden Spezialeinheiten hinzu. Für die am Mittag noch andauernde Räumung nutzen sie eine Hebebühne.
"Es ist ein Trugschluss, dass der Widerstand gegen die A39 sich durch diese unnötige Maßnahme abräumen lässt. Er ist sehr breit, vielfältig und ausdauernd. Das haben auch die Baumbesetzer*innen bewiesen, die trotz Eiseskälte alles gegeben haben, damit der Wald bleibt und nicht zubetoniert wird", sagt Florian Kubitz von ROBIN WOOD Hamburg/Lüneburg.
Ein breites Bündnis, darunter das Klimakollektiv Lüneburg, der VCD und ROBIN WOOD, kämpft auf verschiedenen Ebenen gegen den Autobahnbau und die damit verbundene Naturzerstörung, Verlärmung der Umgebung und Blockade einer klimafreundlichen Mobilitätswende.
Vor Ort auf der Brücke der B209 im Lüner Holz gibt es heute wieder eine Mahnwache als Anlaufstelle für Menschen, die ihre Solidarität mit der Waldbesetzung "Lüni bleibt" zeigen wollen. Erst gestern hatte es im Wald eine öffentliche Veranstaltung für Besucher*innen gegeben. Bei Kaffee und Kuchen waren sie unter dem Slogan "Ruhe nach dem Sturm" zusammengekommen.
Lüneburg liegt im ersten von insgesamt sieben Bauabschnitten der geplanten, rund 105 Kilometer langen Autobahn nach Wolfsburg. Aufgrund der aktuellen Klagen des BUND gegen das Projekt ist die A39 nicht auf der Liste der Autobahnprojekte in Deutschland gelandet, die noch 2025 eine Baufreigabe und Finanzierungszusage bekommen hatten; erste bauliche Maßnahmen sind aber trotzdem bereits in der Vorbereitung. Die Autobahn GmbH will offenbar Fakten schaffen.
In Gefahr sind mehrere Naturschutzgebiete sowie seltene Tier- und Pflanzenarten. Außerdem sorgen der Bau und der zunehmende Verkehr für Emissionen, die die Klimakrise weiter anheizen.
ROBIN WOOD hält - angesichts der Folgen von Klimakatastrophe und
Artensterben - jeglichen Neubau von Autobahnen für nicht mehr
verantwortbar und zeitgemäß und fordert daher einen sofortigen Stopp
des A39-Projekts!
Bildunterschriften der im Schattenblick nicht veröffentlichten
Abbildungen der Originalpublikation:
• Trotz des strengen Frosts protestieren Baumbesetzer*innen seit
Wochen im Lüner Holz gegen den geplanten Bau der A39 - Heute kamen
Polizeikräfte in den Wald, um den Protest zu beenden
Foto: Lüne Besetzung Ticker
• Als bekannt wurde, dass die Polizei mit der Räumung der
Waldbesetzung gegen die A39 begonnen hatte, versammelten sich spontan
Menschen bei einer Soli-Mahnwache
Foto: ROBIN WOOD
Weitere Informationen:
Aktuelle Infos gibt es auf dem Ticker der Besetzung.
https://t.me/waldbesetzunglueni
Adresse der Soli-Mahnwache: Brücke der B209 im Lüner Holz, Koordinaten auf Openstreetmap: 53.2691482, 10.4289986
ROBIN WOOD-Kampagne "Zukunft statt Asphalt - A39 stoppen!
https://www.robinwood.de/zukunft-statt-asphalt-a39-stoppen
Website des Dachverbands der A39-Gegner
https://keine-a39.blogspot.com/
Mehr zu den Aktivitäten von ROBIN WOOD Hamburg/Lüneburg
https://www.robinwood.de/hamburglueneburg
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Quelle:
Pressemitteilung, 12.01.2026
Herausgeber:
Robin Wood, Pressestelle
Bremer Straße 3, 21073 Hamburg (Harburg)
Tel.: 040/380 892-0, Fax: 040/380 892-14
E-Mail: presse@robinwood.de
Internet: http://www.robinwood.de
veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 16. Januar 2026
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